IQWiG2017Onkologie

Ceritinib bei ALK+ NSCLC: Therapie und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht des IQWiG befasst sich mit der frühen Nutzenbewertung von Ceritinib. Es geht um die Erstlinienbehandlung von erwachsenen Personen mit einem fortgeschrittenen, Anaplastischen-Lymphomkinase(ALK)-positiven, nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC).

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) der Wirkstoff Crizotinib festgelegt. Der pharmazeutische Unternehmer reichte zur Bewertung Daten aus der ASCEND-4-Studie ein, die Ceritinib mit einer platinbasierten Chemotherapie vergleicht.

Ein indirekter Vergleich mit Crizotinib auf Basis weiterer Studien (PROFILE 1014 und 1029) wurde aufgrund methodischer Unterschiede als nicht verwertbar eingestuft. Daher stützt sich die Bewertung auf die Analyse der vorgelegten Evidenz und deren Eignung für die Fragestellung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bewertung zeigt Ceritinib in den ersten drei Behandlungsmonaten ein höheres Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad 3 oder 4) im Vergleich zu Crizotinib. Es wird eine engmaschige Überwachung der Leberfunktion empfohlen, beginnend vor der Therapie und alle zwei Wochen während der ersten drei Monate. Zudem ist auf pulmonale Symptome zu achten, die auf eine Pneumonitis hindeuten könnten.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen von Ceritinib gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Crizotinib nicht belegt. Es fehlten geeignete Daten für einen direkten oder indirekten Vergleich.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Crizotinib als zweckmäßige Vergleichstherapie für die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen, ALK-positiven NSCLC festgelegt.

Der Bericht weist auf ein höheres Schadenpotenzial durch schwere unerwünschte Ereignisse hin. In Studien waren Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen sowie Leberwerterhöhungen sehr häufig.

Die Einnahme erfolgt einmal täglich mit einer Höchstdosis von 750 mg. Es wird darauf hingewiesen, dass mindestens zwei Stunden vor und eine Stunde nach der Einnahme keine Nahrung aufgenommen werden sollte.

Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Leberfunktion, des Nüchternblutzuckers sowie von Lipase und Amylase empfohlen. Bei vorbestehenden Herzerkrankungen sind zudem EKG- und Elektrolytkontrollen ratsam.

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Quelle: IQWiG A17-32: Ceritinib (nicht kleinzelliges Lungenkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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