IQWiG2015Onkologie

Ceritinib bei ALK+ NSCLC: Indikation und Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung (A15-24) untersucht den Zusatznutzen des Wirkstoffs Ceritinib. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem, Anaplastische-Lymphomkinase (ALK)-positivem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), die bereits mit Crizotinib vorbehandelt wurden.

Für die Bewertung wird die Patientenpopulation anhand ihres Allgemeinzustandes (ECOG Performance Status) in zwei Gruppen unterteilt. Dies dient der Festlegung der jeweiligen zweckmäßigen Vergleichstherapie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Da der pharmazeutische Unternehmer keine direkt vergleichenden Studien vorlegen konnte, basierte das Dossier auf nicht adjustierten historischen Vergleichen. Diese wurden vom IQWiG hinsichtlich ihrer methodischen Eignung zur Ableitung eines Zusatznutzens geprüft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist bei der Einnahme von Ceritinib strikt auf den zeitlichen Abstand zur Nahrungsaufnahme zu achten. Es wird betont, dass die Einnahme mindestens zwei Stunden vor und zwei Stunden nach dem Essen erfolgen muss. Zudem wird auf das sehr häufige Auftreten von gastrointestinalen Nebenwirkungen wie Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen hingewiesen, die eine entsprechende Überwachung und symptomatische Behandlung erfordern.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen von Ceritinib bei Crizotinib-vorbehandeltem ALK-positivem NSCLC nicht belegt. Die vom Hersteller vorgelegten historischen Vergleiche wurden aufgrund methodischer Mängel als nicht interpretierbar eingestuft.

Die empfohlene Dosis beträgt 750 mg einmal täglich. Die Einnahme muss zwingend mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden vor und nach der Nahrungsaufnahme erfolgen.

Es wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn und danach in monatlichen Abständen die Leberfunktionstests zu kontrollieren. Zudem rät der Bericht zur regelmäßigen Überwachung des Nüchternblutzuckers und der Elektrolyte.

Bei einer QTc-Verlängerung auf über 500 ms sollte die Behandlung laut Bericht unterbrochen werden, bis der Wert unter 481 ms sinkt. Treten zusätzlich Torsade de pointes oder schwere Arrhythmien auf, ist die Therapie dauerhaft abzusetzen.

Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren oder -Induktoren sollte vermieden werden. Ebenso wird von der Kombination mit Wirkstoffen abgeraten, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursachen oder das QT-Intervall verlängern.

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Quelle: IQWiG A15-24: Ceritinib - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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