Ticagrelor nach Myokardinfarkt: Indikation und Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Ticagrelor in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS). Die Bewertung bezieht sich auf die Prävention atherothrombotischer Ereignisse nach einem Myokardinfarkt.
Die Zielgruppe umfasst erwachsene Personen, deren Infarkt ein bis drei Jahre zurückliegt. Zudem muss ein hohes Risiko für ein weiteres atherothrombotisches Ereignis bestehen.
Als Risikofaktoren gelten unter anderem ein Alter ab 65 Jahren, ein medikationsbedürftiger Diabetes mellitus oder eine Mehrgefäß-Koronare-Herzkrankheit. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss eine ASS-Monotherapie festgelegt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist auf ein erhöhtes Risiko für schwere Blutungen und Dyspnoen unter der Kombinationstherapie hin. Es wird dargelegt, dass diese unerwünschten Ereignisse häufiger zu einem Therapieabbruch führen als unter einer ASS-Monotherapie. Ein besonderes Augenmerk auf Blutungszeichen und Atemnot ist im klinischen Verlauf ratsam.
Häufig gestellte Fragen
Die Bewertung bezieht sich auf Personen, deren Myokardinfarkt ein bis drei Jahre zurückliegt. Voraussetzung ist ein hohes Risiko für weitere atherothrombotische Ereignisse, beispielsweise durch Diabetes mellitus oder ein Alter ab 65 Jahren.
Das IQWiG sieht einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für die Kombination aus Ticagrelor und ASS. Dieser ergibt sich aus einer Senkung der Gesamtmortalität und weniger Myokardinfarkten.
Laut Bericht gibt es einen Beleg für vermehrt auftretende Dyspnoen. Zudem liegt ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko für schwere Blutungen vor.
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Quelle: IQWiG A16-15: Ticagrelor (neues Anwendungsgebiet) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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