IQWiG2016Onkologie

Pomalidomid: Therapie und Prognose bei Multiplem Myelom

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Artikel fasst die IQWiG-Nutzenbewertung (Addendum A16-07) zu Pomalidomid zusammen. Bewertet wird der Einsatz bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom.

Die Zielpopulation umfasst Patienten, die bereits mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben. Zudem muss unter der letzten Therapie eine Krankheitsprogression aufgetreten sein.

Die Bewertung basiert auf der Phase-3-Studie MM-003. Darin wurde die Kombination aus Pomalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason mit einer hoch dosierten Dexamethason-Monotherapie verglichen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass unter der Therapie mit Pomalidomid signifikant häufiger Obstipation auftritt. Es wird daher impliziert, auf die Darmtätigkeit der behandelten Personen zu achten und gegebenenfalls frühzeitig supportive Maßnahmen einzuleiten. Zudem ist bei der Interpretation der Studiendaten zu berücksichtigen, dass das im Vergleichsarm eingesetzte hoch dosierte Dexamethason nicht der Fachinformation entsprach.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht bewertet Pomalidomid für erwachsene Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen mindestens zwei Vortherapien (darunter Lenalidomid und Bortezomib) erhalten haben und progredient sind.

In der Zulassungsstudie wurde Pomalidomid in einer Dosis von 4 mg einmal täglich an den Tagen 1 bis 21 eines 28-Tage-Zyklus verabreicht. Es wird standardmäßig mit niedrig dosiertem Dexamethason kombiniert.

Laut der vom IQWiG bewerteten Studie MM-003 zeigt sich ein statistisch signifikanter Vorteil beim Gesamtüberleben. Pomalidomid in Kombination mit Dexamethason ist der reinen Dexamethason-Therapie hierbei überlegen.

Der Bericht hebt hervor, dass unter Pomalidomid signifikant häufiger Obstipation auftritt als unter der Vergleichstherapie. Bei schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen zeigte sich jedoch kein relevanter Nachteil gegenüber der Kontrollgruppe.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A16-07: Pomalidomid - Addendum zum Auftrag A15-42 (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.