IQWiG2014Neurologie

Perampanel: Zusatznutzen und Therapie fokaler Anfälle

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (A14-16) bewertet den Zusatznutzen von Perampanel. Der Wirkstoff ist als Zusatztherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie ab 12 Jahren zugelassen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legte als zweckmäßige Vergleichstherapie eine individuelle antiepileptische Zusatztherapie fest. Hierfür stehen zehn verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die nach ärztlicher Wahl eingesetzt werden sollen.

Der pharmazeutische Unternehmer beantragte den Nachweis des Zusatznutzens lediglich für eine Subpopulation mit pharmakoresistenten und anhaltend aktiven Epilepsien. Das IQWiG bewertete die Datenlage jedoch für die gesamte Zulassungspopulation.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist bei der Eindosierung von Perampanel zwingend auf die Begleitmedikation zu achten. Es wird beschrieben, dass enzyminduzierende Antiepileptika wie Carbamazepin oder Phenytoin die Plasmakonzentration von Perampanel reduzieren, was eine schnellere Titration (im einwöchigen statt zweiwöchigen Intervall) erfordern kann.

Häufig gestellte Fragen

Der Wirkstoff ist als Zusatztherapie bei fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung zugelassen. Dies gilt laut IQWiG-Bericht für Patienten mit Epilepsie ab einem Alter von 12 Jahren.

Die Bewertung kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt ist. Es fehlten geeignete Studien mit einem direkten Vergleich.

Der Gemeinsame Bundesausschuss definiert eine individuelle antiepileptische Zusatztherapie als Vergleich. Hierfür stehen je nach Alter und Vortherapie Wirkstoffe wie Lamotrigin, Levetiracetam oder Valproinsäure zur Verfügung.

Die Behandlung wird mit 2 mg pro Tag begonnen. Anschließend wird die Dosis je nach klinischem Ansprechen schrittweise um jeweils 2 mg pro Tag bis zur Erhaltungsdosis gesteigert.

Es wird beschrieben, dass Perampanel die Wirksamkeit oraler hormoneller Kontrazeptiva reduzieren kann. Zudem senken CYP3A-induzierende Antiepileptika die Plasmakonzentration von Perampanel.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A14-16: Perampanel - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.