IQWiG2013Onkologie

Pertuzumab bei Mammakarzinom: Zusatznutzen und Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2013 stellt ein Addendum zur frühen Nutzenbewertung von Pertuzumab dar. Pertuzumab wird in Kombination mit Trastuzumab und Docetaxel zur Behandlung des HER2-positiven Mammakarzinoms eingesetzt.

Hintergrund des Addendums sind nachgereichte Daten des pharmazeutischen Unternehmers zur CLEOPATRA-Studie. In der ursprünglichen Bewertung konnten die unerwünschten Ereignisse nicht adäquat beurteilt werden, da die mediane Behandlungsdauer im Pertuzumab-Arm mit 18,5 Monaten deutlich länger war als im Vergleichsarm mit 12,4 Monaten.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das IQWiG zu prüfen, ob die neu eingereichten Auswertungen eine verlässliche Aussage zum Schadenspotenzial und somit zum Gesamtnutzen zulassen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von Studiendaten zu unerwünschten Ereignissen wird darauf hingewiesen, dass rohe Ereignisraten (naive Proportionen) irreführend sein können, wenn sich die Behandlungs- oder Beobachtungsdauern zwischen den Studienarmen deutlich unterscheiden. In solchen Fällen erfordert eine valide Bewertung zeitadjustierte Analysen oder adäquate Überlebenszeitverfahren.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG gibt es bei HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs mit viszeraler Metastasierung einen Anhaltspunkt für einen erheblichen Zusatznutzen gegenüber der Vergleichstherapie. Die Evidenzstufe wurde aufgrund von methodischen Unsicherheiten bei den Schadensdaten herabgestuft.

Für Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs ohne viszerale Metastasierung gilt der Zusatznutzen gemäß der IQWiG-Bewertung als nicht belegt. Gleiches gilt für lokal rezidivierende, inoperable Tumoren.

Der Bericht bemängelt, dass die Behandlungsdauer im Pertuzumab-Arm deutlich länger war als im Vergleichsarm (18,5 vs. 12,4 Monate). Die vorgelegten Auswertungen auf Basis roher Ereignisraten wurden daher als methodisch unzureichend für eine valide Schadensbewertung eingestuft.

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Quelle: IQWiG A13-28: Addendum zum Auftrag A13-10 (Pertuzumab) (IQWiG, 2013). Originaldokument ansehen

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