IQWiG2013Onkologie

Pertuzumab: Therapie bei HER2-positivem Mammakarzinom

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A13-10 aus dem Jahr 2013 bewertet den Zusatznutzen von Pertuzumab in Kombination mit Trastuzumab und Docetaxel. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs.

Es werden zwei Indikationen unterschieden: der metastasierte Brustkrebs sowie der lokal rezidivierende, inoperable Brustkrebs. Voraussetzung für die Behandlung ist, dass zuvor keine anti-HER2-Therapie oder Chemotherapie zur Behandlung der metastasierten Erkrankung erfolgte.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf der randomisierten, kontrollierten CLEOPATRA-Studie. In dieser wurde die Dreifachkombination mit einer Therapie aus Placebo, Trastuzumab und Docetaxel verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass der Zusatznutzen von Pertuzumab stark von der Art der Metastasierung abhängt. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Überlebensvorteil nur bei Vorliegen einer viszeralen Metastasierung belegt ist. Bei der Interpretation von Nebenwirkungsraten in Zulassungsstudien wird eine kritische Prüfung empfohlen, da unterschiedlich lange Beobachtungszeiten die Ergebnisse zuungunsten der länger behandelten Gruppe verzerren können.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung gibt es einen Anhaltspunkt für einen erheblichen Zusatznutzen beim Gesamtüberleben. Dies gilt für Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs und Befall innerer Organe.

Nein, für Patienten mit nicht viszeraler Metastasierung (z. B. Knochen oder Lymphknoten) ist ein Zusatznutzen nicht belegt. In dieser Subgruppe zeigte sich in der Studie kein Überlebensvorteil.

Gemäß den im Bericht zitierten Studiendaten erfolgt die Gabe intravenös alle drei Wochen. Die Startdosis wird mit 840 mg/kg angegeben, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 420 mg/kg.

Die Beobachtungsdauer in der Pertuzumab-Gruppe war mit durchschnittlich 18,5 Monaten deutlich länger als in der Vergleichsgruppe (12,4 Monate). Diese Verzerrung lässt keine sicheren Schlüsse zu, schließt aber einen größeren Schaden nicht aus.

Für diese Indikation ist ein Zusatznutzen laut Bericht nicht belegt. Es fehlten geeignete Studiendaten, die Pertuzumab mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie (Strahlentherapie) vergleichen.

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Quelle: IQWiG A13-10: Pertuzumab - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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