Intravasale Volumentherapie: Kristalloide, ZVD und HES

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die intravasale Volumentherapie ist ein zentraler Bestandteil der stationären Behandlung erwachsener Patienten. Sie kommt zum Einsatz, wenn die enterale Flüssigkeitszufuhr den Bedarf nicht decken kann, beispielsweise perioperativ oder bei Schockzuständen.

Ziel der Therapie ist die Wiederherstellung der Normovolämie und eines ausreichenden zirkulierenden Plasmavolumens. Dadurch sollen das Herzzeitvolumen, die Gewebeperfusion und die Organfunktion optimiert werden.

Die vorliegende AWMF-Leitlinie bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik des Volumenmangels, zur Auswahl der geeigneten Infusionslösungen und zur hämodynamischen Steuerung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterscheidung zwischen peri-interventionellen und intensivmedizinischen Patienten.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die Steuerung der Volumentherapie anhand des zentralen Venendrucks (ZVD). Die Leitlinie stellt klar, dass der ZVD keine verlässliche Aussage über die Volumenreagibilität zulässt und dafür nicht verwendet werden soll. Stattdessen wird empfohlen, dynamische Parameter wie die Schlagvolumenvariation (SVV) in Kombination mit einem "Passive Leg Raise"-Manöver zu nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät vom Einsatz isotoner Kochsalzlösung als Volumenersatz strikt ab (starke Empfehlung). Stattdessen sollen balancierte kristalloide Vollelektrolytlösungen verwendet werden, um hyperchlorämische Azidosen und Nierenschäden zu vermeiden.

Laut Leitlinie soll der zentrale Venendruck (ZVD) nicht zur Diagnose eines Volumenmangels oder zur Überprüfung der Volumenreagibilität herangezogen werden. Statische Drücke korrelieren nicht zuverlässig mit dem tatsächlichen intravasalen Volumenstatus.

Nein, die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung gegen die Verwendung von Hydroxyethylstärke (HES) bei kritisch kranken Intensivpatienten aus. Der Einsatz ist in dieser Patientengruppe mit einer erhöhten Rate an Nierenversagen und einer höheren Letalität assoziiert.

Es wird empfohlen, ein standardisiertes "Passive Leg Raise"-Manöver (PLR) durchzuführen. Die hämodynamische Antwort sollte dabei idealerweise über die Messung des Schlagvolumens oder anderer dynamischer Vorlastparameter objektiviert werden.

Bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma warnt die Leitlinie ausdrücklich vor der Gabe hypoosmolarer Lösungen. Insbesondere 4%iges Albumin sollte vermieden werden, da es das Risiko für Hirnödeme erhöhen und das Outcome verschlechtern kann.

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Quelle: Intravasale Volumentherapie beim Erwachsenen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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