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Infektiöse Endokarditis: Leitlinien-Empfehlung 2023

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ESC/DGK-Leitlinie (2023) liefert umfassende Empfehlungen zur Prävention, Diagnostik und Therapie der infektiösen Endokarditis (IE). Ein zentrales Konzept der Leitlinie ist die multidisziplinäre Betreuung durch ein spezialisiertes Endokarditis-Team.

Die Erkrankung erfordert eine rasche Diagnostik mittels Blutkulturen und Bildgebung sowie eine gezielte Antibiotikatherapie. Bei komplizierten Verläufen wird eine frühzeitige Verlegung in ein Herzklappen-Zentrum mit herzchirurgischer Anbindung als essenziell erachtet.

Die Leitlinie aktualisiert zudem die diagnostischen Kriterien und präzisiert die Indikationen für eine chirurgische Intervention. Ein besonderer Fokus liegt auf der patientenzentrierten Versorgung und der Aufklärung über allgemeine Hygienemaßnahmen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Eine Blutkultur-negative infektiöse Endokarditis (BCNIE) tritt am häufigsten infolge einer vorangegangenen Antibiotikagabe auf. Es wird daher dringend empfohlen, bei Patienten mit Risikofaktoren immer drei unabhängige Blutkulturen im Abstand von 30 Minuten vor dem Beginn einer empirischen Antibiotikatherapie abzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Eine Antibiotikaprophylaxe wird laut Leitlinie nur für Hochrisikopatienten empfohlen. Dazu zählen Personen mit früherer Endokarditis, Herzklappenprothesen oder bestimmten angeborenen Herzfehlern.

Standardmäßig wird Amoxicillin in einer Einzeldosis von 2 g für Erwachsene etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Eingriff empfohlen. Bei einer Penicillin-Allergie kann auf Clarithromycin, Azithromycin oder Doxycyclin ausgewichen werden.

Eine Operation wird bei schwerer Herzinsuffizienz, unkontrollierter Infektion (wie Abszessen) oder zur Prävention von Embolien bei großen Vegetationen empfohlen. Der Zeitpunkt variiert je nach Dringlichkeit von einer Notfall-Operation innerhalb von 24 Stunden bis zu einem elektiven Eingriff.

Die transthorakale Echokardiographie (TTE) ist das primäre bildgebende Verfahren. Bei negativer TTE, hohem klinischen Verdacht oder vorhandenen Klappenprothesen wird zusätzlich eine transösophageale Echokardiographie (TEE) empfohlen.

Die Therapiedauer beträgt in der Regel 2 bis 6 Wochen, abhängig vom Erreger und davon, ob eine Nativklappe oder eine Prothese betroffen ist. Die Behandlung beginnt meist intravenös im Krankenhaus und kann bei stabilem Verlauf ambulant fortgesetzt werden.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Endokarditis (Version 2023) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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