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Infectious Diseases Society of America (IDSA)2025InfektiologieInnere MedizinPediatrics

A-Streptokokken-Pharyngitis: IDSA-Leitlinie 2025 (Scoring)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Infectious Diseases Society of America (IDSA) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die IDSA-Leitlinie 2025 evaluiert den Nutzen klinischer Scoring-Systeme zur Indikationsstellung für Streptokokken-Tests.
  • Bei Kindern erhöhen Scores die Sensitivität der Diagnostik (83-97 %) im Vergleich zur rein klinischen Einschätzung (71-87 %).
  • Bei Erwachsenen zeigen Scoring-Systeme und klinische Einschätzung eine vergleichbare diagnostische Genauigkeit (Sensitivität ca. 70 %, Spezifität ca. 98 %).
  • Zu den evaluierten Instrumenten gehören unter anderem der Centor-Score und der McIsaac-Score.
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Hintergrund

Die IDSA-Leitlinie (2025) zur Gruppe-A-Streptokokken-Pharyngitis (GAS) evaluiert in ihrem systematischen Review den Nutzen klinischer Scoring-Systeme zur Risikobewertung. Ziel ist es zu bestimmen, bei welchen Patienten (Kinder und Erwachsene) ein Test auf A-Streptokokken (Kultur oder Schnelltest) durchgeführt werden sollte. Verglichen wird die strukturierte Anwendung von Scores mit der rein klinischen Einschätzung (ohne Score).

Evaluierte Scoring-Systeme

In der systematischen Literaturrecherche wurden verschiedene etablierte Scoring-Systeme analysiert, die auf klinischen Symptomen und Patientenmerkmalen basieren:

Scoring-SystemZielgruppeKriterien
Centor-Score (1981)Erwachsene (>15 Jahre)Tonsillenexsudat, geschwollene/schmerzhafte vordere Halslymphknoten, fehlender Husten, Fieberanamnese
McIsaac-Score (1998)Patienten ≥3 JahreTemperatur >38 °C, fehlender Husten, schmerzhafte vordere Halslymphknoten, Tonsillenschwellung/-exsudat, Alter (3-14, 15-44, ≥45 Jahre)
Attia (2001)KinderFehlende Coryza (Schnupfen), Tonsillenschwellung, zervikale Lymphadenopathie, scarlatiniformes Exanthem
Breese (1977)Kinder (<16 Jahre)Monat, Alter, Leukozyten, Fieber, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, abnormaler Pharynx, abnormale zervikale Lymphknoten
Fujikawa (1985)Kinder10 Faktoren (u.a. Fieber >37,5 °C, Halsschmerzen, fehlender Husten/Schnupfen, Erdbeerzunge)

Diagnostische Genauigkeit

Die Leitliniengruppe bewertete die diagnostische Genauigkeit (Sensitivität und Spezifität) der Scoring-Systeme im Vergleich zur rein klinischen Einschätzung. Die Evidenzqualität (GRADE) wird insgesamt als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

PopulationSensitivität (mit Score)Sensitivität (ohne Score)Spezifität (mit Score)Spezifität (ohne Score)
Kinder (<18 Jahre)0,83 – 0,970,71 – 0,870,60 – 0,720,60 – 0,92
Erwachsene (≥18 Jahre)0,700,680,980,97
Kombiniert0,830,690,940,97

Anmerkung: Bei Kindern führt die Nutzung eines Scores zu ca. 25 bis 30 mehr richtig-positiven Diagnosen pro 1.000 Tests (bei einer Prävalenz von 25 %). Bei Erwachsenen ist der Unterschied marginal (2 mehr richtig-positive pro 1.000 Tests bei einer Prävalenz von 11 %)..

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie etablierte Instrumente wie den Centor- oder McIsaac-Score zur strukturierten klinischen Beurteilung einer Pharyngitis. Beachten Sie jedoch, dass die diagnostische Genauigkeit limitiert ist und die Scores eine mikrobiologische Diagnostik (Kultur/RADT) bei entsprechendem Verdacht nicht ersetzen.

Häufig gestellte Fragen

Der Centor-Score umfasst vier Variablen: Tonsillenexsudat, geschwollene und schmerzhafte vordere Halslymphknoten, fehlender Husten sowie eine Fieberanamnese.
Der McIsaac-Score berücksichtigt eine Temperatur >38 °C, fehlenden Husten, schmerzhafte vordere Halslymphknoten, Tonsillenschwellung oder -exsudat sowie das Alter des Patienten (3-14, 15-44 oder ≥45 Jahre).
Bei Kindern zeigen Scoring-Systeme eine höhere Sensitivität (83-97 %) als die rein klinische Einschätzung (71-87 %), allerdings bei einer potenziell geringeren Spezifität (60-72 % vs. 60-92 %).
Bei Erwachsenen ist der Unterschied marginal. Die Sensitivität liegt mit Score bei 70 % (vs. 68 % ohne), die Spezifität bei 98 % (vs. 97 % ohne).

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