Streptokokken-Pharyngitis (GAS): Centor-Score, Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Pharyngitis gehört zu den häufigsten Vorstellungsgründen im ambulanten Bereich und ist meist viraler Genese. Streptococcus pyogenes (Gruppe-A-Streptokokken, GAS) ist jedoch für bis zu 15 % der Fälle bei Erwachsenen und 30 % bei Kindern verantwortlich.

Eine gezielte Identifikation und Behandlung von GAS-Infektionen wird angestrebt, um schwere eitrige und nicht-eitrige Folgeerkrankungen wie das rheumatische Fieber zu verhindern. Zudem lassen sich dadurch krankheitsbedingte Fehlzeiten in Schule und Beruf reduzieren.

Gleichzeitig bergen Überdiagnostik und Übertherapie das Risiko von unnötigen Antibiotikagaben, was zur Resistenzentwicklung beiträgt. Da die klinische Unterscheidung zwischen viraler und bakterieller Pharyngitis oft schwierig ist, fokussiert sich die Leitlinie auf die strukturierte Risikobewertung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist der primäre Zweck klinischer Scores (wie Centor oder McIsaac) der sichere Ausschluss einer Streptokokken-Pharyngitis bei Niedrigrisiko-Patienten, um unnötige Tests zu vermeiden. Es wird jedoch davor gewarnt, sich bei Hochrisikopatienten (z.B. bei Haushaltskontakten oder Zustand nach rheumatischem Fieber) auf einen niedrigen Score zu verlassen; hier ist eine Testung stets indiziert. Zudem wird betont, dass die Scores bei Kindern unter drei Jahren aufgrund atypischer Präsentationen nicht anwendbar sind.

Häufig gestellte Fragen

Die IDSA-Leitlinie nennt den Centor-Score und den McIsaac-Score als etablierte Instrumente zur Risikostratifizierung. Diese helfen dabei, die Wahrscheinlichkeit einer GAS-Infektion klinisch einzuschätzen.

Laut Leitlinie dürfen diese klinischen Scoring-Systeme erst bei Kindern ab drei Jahren angewendet werden. Bei jüngeren Kindern zeigen sich oft atypische Symptome, die von den Scores nicht erfasst werden.

Bei Personen mit niedrigem Risiko und unauffälliger Anamnese rät die Leitlinie von einer weiteren Testung ab. Liegen jedoch Hochrisikofaktoren wie ein Haushaltskontakt oder ein früheres rheumatisches Fieber vor, wird eine Testung trotz niedrigem Score empfohlen.

Die Leitlinie nennt als Warnzeichen für komplizierte Verläufe unter anderem Hinweise auf einen Peritonsillar- oder Retropharyngealabszess. Auch Symptome, die auf Scharlach oder ein toxisches Schocksyndrom hindeuten, erfordern eine sofortige Abklärung.

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Quelle: Group A Streptococcal Pharyngitis (IDSA, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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