ICD-10-GM Z-Diagnosen (Z00-Z99): BfArM
Hintergrund
Das Kapitel XXI der ICD-10-GM (Z00-Z99) umfasst Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Diese Zusammenfassung basiert auf den offiziellen Kodierhinweisen des BfArM für die Version 2026.
Z-Kodes werden in der medizinischen Dokumentation verwendet, um Sachverhalte abzubilden, die nicht als klassische Krankheit, Verletzung oder äußere Ursache klassifizierbar sind. Sie dienen der präzisen Erfassung von Kontakten mit dem Gesundheitssystem, beispielsweise für präventive Maßnahmen oder administrative Zwecke.
Laut BfArM sollte dieses Kapitel jedoch nicht für internationale Vergleiche herangezogen werden. Ebenso wird explizit darauf hingewiesen, dass es nicht für die unikausale Mortalitätsverschlüsselung vorgesehen ist.
Empfehlungen
Die Kodierrichtlinien definieren klare Anwendungsbereiche für die Z-Kodes.
Indikationen für Z-Kodes
Die Kategorien Z00-Z99 sind laut Klassifikation für zwei Hauptszenarien vorgesehen:
-
Inanspruchnahme des Gesundheitswesens zu einem speziellen Zweck (z.B. begrenzte Betreuung, Organspende, prophylaktische Impfung oder Beratung), ohne dass aktuell eine Krankheit vorliegt.
-
Vorliegen von Umständen oder Problemen, die den Gesundheitszustand beeinflussen, aber an sich keine bestehende Krankheit oder Schädigung darstellen.
Solche Faktoren können beispielsweise bei Reihenuntersuchungen festgestellt werden. Alternativ werden sie als Zusatzfaktor dokumentiert, der bei der Behandlung einer anderen Erkrankung berücksichtigt werden muss.
Gliederung der Z-Kodes
Das Kapitel XXI ist in spezifische Gruppen unterteilt, die unterschiedliche Anlässe für den Kontakt mit dem Gesundheitssystem abbilden:
| Kode-Gruppe | Beschreibung |
|---|---|
| Z00-Z13 | Personen, die das Gesundheitswesen zur Untersuchung und Abklärung in Anspruch nehmen |
| Z20-Z29 | Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken hinsichtlich übertragbarer Krankheiten |
| Z30-Z39 | Personen, die das Gesundheitswesen im Zusammenhang mit Problemen der Reproduktion in Anspruch nehmen |
| Z40-Z54 | Personen, die das Gesundheitswesen zum Zwecke spezifischer Maßnahmen und zur medizinischen Betreuung in Anspruch nehmen |
| Z55-Z65 | Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund sozioökonomischer oder psychosozialer Umstände |
| Z70-Z76 | Personen, die das Gesundheitswesen aus sonstigen Gründen in Anspruch nehmen |
| Z80-Z99 | Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund der Familien- oder Eigenanamnese und bestimmte Zustände |
Ausrufezeichenkodes
Das BfArM listet in diesem Kapitel spezifische Ausrufezeichenschlüsselnummern auf, die als Zusatzinformationen dienen. Dazu gehören:
-
Z33! (Schwangerschaftsfeststellung als Nebenbefund)
-
Z37.-! (Resultat der Entbindung)
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Z50.-! (Rehabilitationsmaßnahmen)
-
Z54.-! (Rekonvaleszenz)
💡Praxis-Tipp
Bei der Kodierung wird darauf hingewiesen, dass Z-Diagnosen primär für Sachverhalte vorgesehen sind, die sich nicht unter den regulären Krankheitskategorien A00 bis Y89 verschlüsseln lassen. Zudem schließt das BfArM die Nutzung dieses Kapitels für die unikausale Mortalitätsverschlüsselung sowie für internationale Vergleiche explizit aus.
Häufig gestellte Fragen
Z-Kodes werden verwendet, wenn Personen das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, ohne dass eine klassische Krankheit oder Verletzung (A00-Y89) vorliegt. Dies umfasst beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Organspenden oder Beratungen.
Laut den Hinweisen des BfArM ist das Kapitel XXI nicht für die unikausale Mortalitätsverschlüsselung vorgesehen. Es dient primär der Abbildung von Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen.
Für potentielle Gesundheitsrisiken aufgrund sozioökonomischer oder psychosozialer Umstände ist die Kode-Gruppe Z55 bis Z65 vorgesehen. Diese Kodes können als Zusatzfaktoren bei der Behandlung einer Grunderkrankung dokumentiert werden.
Das Kapitel enthält spezifische Ausrufezeichenkodes für Zusatzinformationen. Dazu zählen unter anderem Z33! für eine Schwangerschaft als Nebenbefund sowie Z50.-! für Rehabilitationsmaßnahmen.
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Quelle: ICD-10-GM 2026 Kapitel XXI: Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen (Z00-Z99) (BfArM, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.