ICD-10-GM 2026 Kapitel IX: Kreislaufsystem (BfArM)

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf der ICD-10-GM Version 2026 des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Er fasst das Kapitel IX zusammen, welches die Krankheiten des Kreislaufsystems (Kodes I00 bis I99) umfasst.

Die ICD-10-GM (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, German Modification) dient der amtlichen Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland.

Das Kapitel IX strukturiert kardiologische, angiologische und zerebrovaskuläre Erkrankungen. Es enthält spezifische Vorgaben zur Kodierung, einschließlich definierter Ausschlusskriterien (Exklusiva) sowie Stern- und Ausrufezeichenkodes für die duale Klassifikation.

Empfehlungen

Das BfArM gliedert das Kapitel IX der ICD-10-GM 2026 in spezifische Krankheitsgruppen. Die Strukturierung ermöglicht eine systematische Erfassung kardiovaskulärer Diagnosen.

Hauptgruppen des Kapitels IX

Die Klassifikation unterteilt die Kreislauferkrankungen in folgende Hauptbereiche:

Kode-BereichKrankheitsgruppe
I00-I02Akutes rheumatisches Fieber
I05-I09Chronische rheumatische Herzkrankheiten
I10-I15Hypertonie [Hochdruckkrankheit]
I20-I25Ischämische Herzkrankheiten
I26-I28Pulmonale Herzkrankheit und Krankheiten des Lungenkreislaufes
I30-I52Sonstige Formen der Herzkrankheit
I60-I69Zerebrovaskuläre Krankheiten
I70-I79Krankheiten der Arterien, Arteriolen und Kapillaren
I80-I89Krankheiten der Venen, Lymphgefäße und Lymphknoten
I95-I99Sonstige und nicht näher bezeichnete Krankheiten des Kreislaufsystems

Sternschlüsselnummern

Das Kapitel enthält spezifische Sternkodes (*), die Manifestationen bei anderenorts klassifizierten Krankheiten beschreiben. Dazu gehören laut Klassifikation unter anderem:

  • I32.-* Perikarditis

  • I39.-* Endokarditis und Herzklappenkrankheiten

  • I41.-* Myokarditis

  • I43.-* Kardiomyopathie

  • I52.-* Sonstige Herzkrankheiten

  • I68.-* Zerebrovaskuläre Störungen

  • I79.-* Krankheiten der Arterien, Arteriolen und Kapillaren

  • I98.-* Sonstige Störungen des Kreislaufsystems

Ausrufezeichenschlüsselnummern

Für die detaillierte Schweregradangabe, insbesondere bei der Rechtsherzinsuffizienz und bei Vasospasmen, definiert die Klassifikation folgende Ausrufezeichenkodes (!):

KodeBeschreibung
I50.02!Rechtsherzinsuffizienz ohne Beschwerden
I50.03!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung
I50.04!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden bei leichterer Belastung
I50.05!Rechtsherzinsuffizienz mit Beschwerden in Ruhe
I67.80!Vasospasmen bei Subarachnoidalblutung

Kontraindikationen

Das BfArM definiert für das Kapitel IX spezifische Ausschlusskriterien (Exklusiva). Folgende Krankheitsgruppen sind anderenorts zu klassifizieren und fallen nicht unter I00-I99:

  • Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien (Q00-Q99)

  • Bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Bestimmte Zustände mit Ursprung in der Perinatalperiode (P00-P96)

  • Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Komplikationen der Schwangerschaft, Geburt und des Wochenbettes (O00-O99)

  • Neubildungen (C00-D48)

  • Symptome und abnorme klinische/Laborbefunde, anderenorts nicht klassifiziert (R00-R99)

  • Systemkrankheiten des Bindegewebes (M30-M36)

  • Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Zerebrale transitorische Ischämie und verwandte Syndrome (G45.-)

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💡Praxis-Tipp

Bei der Kodierung von Kreislauferkrankungen ist auf die strikte Trennung von zerebralen transitorischen Ischämien (TIA) zu achten. Laut Klassifikation werden diese nicht im Kapitel IX abgebildet, sondern sind unter den neurologischen Diagnosen (G45.-) zu verschlüsseln. Zudem erfordert die Rechtsherzinsuffizienz eine genaue Spezifikation des Schweregrades mittels Ausrufezeichenkodes (I50.02! bis I50.05!).

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM-Klassifikation sind zerebrale transitorische Ischämien und verwandte Syndrome (G45.-) explizit aus dem Kapitel IX ausgeschlossen. Sie werden stattdessen im Kapitel VI (Krankheiten des Nervensystems) verschlüsselt.

Die ICD-10-GM 2026 stellt hierfür spezifische Ausrufezeichenkodes zur Verfügung. Diese reichen von I50.02! (ohne Beschwerden) bis I50.05! (mit Beschwerden in Ruhe).

Die ischämischen Herzkrankheiten, zu denen unter anderem der Herzinfarkt und die Angina pectoris zählen, werden in der Gruppe I20 bis I25 klassifiziert.

Nein, angeborene Fehlbildungen des Kreislaufsystems sind als Exklusiva definiert. Sie werden im Kapitel XVII unter den Kodes Q00 bis Q99 abgebildet.

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