Ibrutinib, Ibuprofen, SGLT2, Teriflunomid: Warnhinweise

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat im Rahmen einer Drug Safety Mail (2019-54) neue Empfehlungen des Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) veröffentlicht. Diese basieren auf der Auswertung aktueller Sicherheitssignale.

Die Anpassungen betreffen die Fach- und Gebrauchsinformationen von vier häufig eingesetzten Wirkstoffen und Wirkstoffklassen. Ziel ist es, die Arzneimittelsicherheit durch aktualisierte Warnhinweise zu erhöhen.

Im Fokus stehen dabei neue Erkenntnisse zu schwerwiegenden Nebenwirkungen. Dazu gehören kardiovaskuläre, dermatologische und metabolische Komplikationen, die ein angepasstes klinisches Management erfordern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxisaspekt der AkdÄ-Mitteilung betrifft das perioperative Management von SGLT2-Inhibitoren. Es wird dringend angeraten, die Medikation vor größeren Eingriffen zu pausieren und postoperativ die Ketonkörper bevorzugt im Blut zu messen, um eine normoglykämische diabetische Ketoazidose nicht zu übersehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut den PRAC-Daten treten ischämische Ereignisse unter Ibrutinib meist mit einer Latenz von mehreren Monaten auf. In 78 Prozent der Fälle verging mehr als ein Monat, in 44 Prozent sogar mehr als sechs Monate bis zum Ereignis.

Die Empfehlung warnt vor dem Auftreten einer akuten generalisierten exanthematischen Pustulose (AGEP) unter Ibuprofen. Das höchste Risiko besteht im ersten Behandlungsmonat, weshalb die Therapie bei ersten Anzeichen wie Hautausschlag sofort beendet werden sollte.

Bei pausierter SGLT2-Inhibitor-Therapie aufgrund von Operationen wird ein Keton-Monitoring empfohlen. Dabei wird die Messung der Ketonkörper im Blut gegenüber der Bestimmung im Urin ausdrücklich bevorzugt.

Bei einem Neuauftreten oder einer Verschlechterung einer Psoriasis unter Teriflunomid wird erwogen, die Therapie abzubrechen. Zudem kann laut Dokument ein beschleunigtes Eliminationsverfahren eingeleitet werden.

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Quelle: AkdÄ: Änderung von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC. (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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