IABP: Indikation, Management, Weaning, Kontraindikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die intraaortale Ballongegenpulsation (IABP) ist ein weltweit häufig eingesetztes mechanisches Kreislaufunterstützungssystem. Die AWMF-S3-Leitlinie liefert evidenzbasierte Empfehlungen für den Einsatz der IABP im herzchirurgischen Kontext.

Durch die diastolische Gegenpulsation wird eine Verbesserung der Koronarperfusion erreicht. Gleichzeitig bewirkt das präsystolische Entleeren des Ballons eine Senkung der linksventrikulären Nachlast und reduziert den myokardialen Sauerstoffverbrauch.

In den letzten Jahren hat sich die Anwendungspraxis gewandelt, insbesondere durch die zunehmende Verfügbarkeit aktiver mechanischer Kreislaufunterstützungssysteme (MCS) wie ECMO oder Mikroaxialpumpen. Die Leitlinie positioniert die IABP im Kontext dieser Alternativen und bewertet den therapeutischen sowie prophylaktischen Nutzen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die Implantation der IABP über eine Gefäßschleuse in die Arteria femoralis ein unabhängiger Risikofaktor für Extremitätenischämien. Es wird daher nachdrücklich ein schleusenloses Vorgehen empfohlen, insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren wie Diabetes mellitus oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Zudem wird betont, dass eine routinemäßige systemische Antikoagulation unter IABP-Therapie nicht erforderlich ist und das Blutungsrisiko ohne nachweisbaren Nutzen erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, eine prophylaktische IABP idealerweise vor der Narkoseeinleitung zu implantieren. Spätestens sollte die Anlage vor Beginn der extrakorporalen Zirkulation oder vor kardialer Manipulation bei Off-Pump-Eingriffen erfolgen.

Es besteht laut Leitlinie keine grundsätzliche Indikation zur systemischen Antikoagulation allein aufgrund der IABP. Die Entscheidung zur Antikoagulation richtet sich stattdessen nach der Grunderkrankung und den spezifischen Komorbiditäten des Patienten.

Die Entwöhnung sollte durch eine sukzessive Reduktion der mechanischen Unterstützung erfolgen. Dies kann laut Leitlinie entweder durch eine Reduktion der Unterstützungsfrequenz oder durch eine schrittweise Volumenreduktion des Ballons erreicht werden.

Eine hochgradige Aortenklappeninsuffizienz stellt eine absolute Kontraindikation für die IABP dar. Die diastolische Gegenpulsation würde in diesem Fall zu einer massiven Volumenbelastung und Dilatation des linken Ventrikels führen.

Die Leitlinie definiert keine absolute zeitliche Obergrenze für die Anwendungsdauer, da das Komplikationsrisiko nicht zwingend mit der Liegedauer korreliert. Es wird jedoch empfohlen, die herstellerspezifischen Vorgaben des Ballonkatheters zu beachten und die Indikation regelmäßig zu überprüfen.

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Quelle: Einsatz der intraaortalen Ballongegenpulsation in der Herzchirurgie (IABP) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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