Helicobacter pylori: Diagnostik und Quadrupeltherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die aktualisierte AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion sowie der gastroduodenalen Ulkuskrankheit. Die Prävalenz der Infektion liegt in Deutschland bei etwa 30 Prozent.

Eine Infektion mit H. pylori ist der wesentliche Risikofaktor für die Entstehung eines Magenkarzinoms und gastraler MALT-Lymphome. Zudem steht der Erreger in kausalem Zusammenhang mit der chronisch aktiven Gastritis und peptischen Ulzera.

Neben der bakteriellen Genese stellen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Acetylsalicylsäure (ASS) die häufigsten Ursachen für gastroduodenale Ulzera dar. Die Leitlinie adressiert daher auch die medikamentöse Ulkusprophylaxe bei Risikogruppen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, eine H. pylori-Diagnostik unter laufender säuresuppressiver Therapie durchzuführen, da dies in bis zu 80 Prozent der Fälle zu falsch-negativen Ergebnissen führt. Es wird empfohlen, Protonenpumpeninhibitoren mindestens zwei Wochen und Antibiotika mindestens vier Wochen vor einem Atemtest, Stuhltest oder einer bioptischen Diagnostik abzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als Erstlinientherapie bevorzugt eine Bismut-haltige Quadrupeltherapie für mindestens 10 Tage. Aufgrund hoher Resistenzraten wird von einer empirischen Clarithromycin-basierten Tripeltherapie abgeraten.

Es wird empfohlen, den Therapieerfolg frühestens vier Wochen nach Abschluss der Antibiotikagabe zu überprüfen. Zudem soll die PPI-Therapie mindestens zwei Wochen vor der Kontrolle pausiert werden, um falsch-negative Ergebnisse zu vermeiden.

Bei Kindern und Jugendlichen wird eine Resistenz-adaptierte Dreifachtherapie über 14 Tage als Erstlinientherapie empfohlen. Eine empirische Therapie oder eine sequenzielle Therapie soll in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Laut Leitlinie wird eine PPI-Prophylaxe bei NSAR-Dauertherapie empfohlen, wenn zusätzliche Risikofaktoren wie eine Ulkusanamnese oder eine Komedikation mit Antikoagulanzien vorliegen. Ein Alter über 60 Jahre allein stellt noch keine Indikation für eine Prophylaxe dar.

Für die histologische Diagnostik wird die Entnahme von jeweils zwei Biopsien aus dem Antrum und dem mittleren Korpus empfohlen. Bei gezielter Fragestellung nach prämalignen Läsionen sollte zusätzlich eine Biopsie aus der Angulusfalte entnommen werden.

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Quelle: Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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