Hämodynamik Herzchirurgie: Monitoring & Volumentherapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die postoperative intensivmedizinische Behandlung von kardiochirurgischen Patienten stützt sich maßgeblich auf ein adäquates hämodynamisches Monitoring sowie eine differenzierte Therapie mit Volumenersatzlösungen und kreislaufwirksamen Medikamenten. Die AWMF-S3-Leitlinie bietet hierfür eine systematische Entscheidungshilfe.

Da das kardiochirurgische Patientengut sehr komplex ist und hämodynamische Instabilitäten multifaktorielle Ursachen haben können, ist die Festlegung und Überprüfung von Zielkriterien essenziell. Ein einziges ideales Monitoring-Verfahren existiert laut Leitlinie nicht, weshalb eine Kombination aus Basis- und erweitertem Monitoring erforderlich ist.

Ziel der Leitlinienempfehlungen ist es, die Struktur- und Prozessqualität auf Intensivstationen zu optimieren. Durch die Implementierung in lokale Behandlungspfade soll eine effektive und effiziente Versorgung dieser spezifischen Patientenpopulation sichergestellt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, den absoluten Wert des zentralvenösen Drucks (ZVD) als isolierten Parameter zur Beurteilung des Volumenstatus heranzuziehen. Zudem wird betont, dass eine normale oder erhöhte zentralvenöse Sauerstoffsättigung (ScvO2) bei hämodynamischer Instabilität eine Gewebehypoxie nicht sicher ausschließt. Es wird empfohlen, in solchen Fällen stets zusätzlich das Laktat zu bestimmen, um eine okkulte Hypoperfusion zu detektieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt zur kontinuierlichen Arrhythmie- und Ischämiediagnostik die Ableitungen II und V5. Alternativ können II und V3 oder II und V4 genutzt werden.

Laut Leitlinie sollte der PAK bei Niedrigrisiko-Patienten nicht routinemäßig eingesetzt werden. Er wird jedoch bei Patienten mit präoperativer Rechtsherzdysfunktion, pulmonaler Hypertonie oder zur Steuerung bei einem schweren Low-Cardiac-Output-Syndrom empfohlen.

Es wird empfohlen, das "Passive Leg Raising" (PLR) zur Abschätzung der Volumenreagibilität einzusetzen. Bei kontrolliert beatmeten Patienten im Sinusrhythmus sollten zudem dynamische Vorlastparameter wie die Schlagvolumenvarianz (SVV) oder Pulsdruckvarianz (PPV) genutzt werden.

Die Leitlinie empfiehlt einen initialen MAD-Zielwert von mindestens 65 mmHg, um eine adäquate Organperfusion zu gewährleisten. Bei Patienten mit bekanntem Hypertonus kann ein höheres Druckniveau erforderlich sein.

Ist ein Vasopressor indiziert, empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von Noradrenalin und/oder Vasopressin. Bei therapierefraktären Verläufen kann auch die Gabe von Adrenalin erwogen werden.

Nein, die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung dagegen aus. Low-dose-Dopamin soll weder zur Prophylaxe noch zur Therapie eines akuten Nierenversagens eingesetzt werden.

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Quelle: Intensivmedizinische Versorgung herzchirurgischer Patienten - Hämodynamisches Monitoring und Herz-Kreislauf (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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