Gefäßzugänge im Schockraum: Indikation, ZVK und i.o.

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S1-Leitlinie behandelt die Indikationsstellung und Anlage von Gefäßzugängen bei der Akutversorgung erwachsener Notfallpatienten im Schockraum. Die Etablierung von Zugängen ist für das Monitoring, die Labordiagnostik sowie die Volumentherapie und Medikamentengabe essenziell.

Es werden verschiedene Strategien beleuchtet, um die Balance zwischen einer raschen bildgebenden Diagnostik und der notwendigen hämodynamischen Stabilisierung zu finden. Dabei stellt die Anlage einen invasiven Eingriff dar, der hohe Anforderungen an Technik, Hygiene und das Komplikationsmanagement stellt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie können vasoaktive Substanzen wie Noradrenalin in Notfallsituationen vorübergehend über einen sicher intravasal liegenden periphervenösen Zugang verabreicht werden. Dadurch kann eine zeitaufwändige ZVK-Anlage im Schockraum oft vermieden oder auf die Zeit nach der CT-Diagnostik verschoben werden. Es wird betont, dass der Infusionsarm dabei ruhig liegen und jederzeit für Kontrollen zugänglich sein muss.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt einen intraossären Zugang bei unmittelbarer vitaler Bedrohung, wenn periphervenöse Zugänge nicht etablierbar sind. Dies sollte erwogen werden, wenn mehr als zwei intravenöse Versuche erfolglos bleiben.

Laut Leitlinie ist die kontinuierliche Gabe von Vasopressoren über einen sicheren periphervenösen Zugang in Notfallsituationen zulässig. Voraussetzung ist eine niedrige Konzentration und die ständige Überwachung der Punktionsstelle.

Es wird empfohlen, alle zentralvenösen Katheter sowie femoral-arterielle Zugänge obligatorisch mit einer Naht zu sichern. Die Naht sollte dabei an den Verteilerösen des Katheters und nicht nur an den Klemmen erfolgen.

Vom Rettungsdienst gelegte Zugänge können im Schockraum weiterverwendet werden. Wenn die strengen aseptischen Bedingungen bei der Anlage nicht eingehalten werden konnten, empfiehlt die Leitlinie eine Entfernung innerhalb von 24 Stunden.

Bei liegendem Beckengurt und Halswirbelsäulen-Immobilisation ist die Punktion der V. jugularis interna oft nicht praktikabel. Die Leitlinie rät in solchen Fällen bei schweren Thoraxverletzungen zu einem ZVK über die V. subclavia auf der verletzten Seite.

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Quelle: Gefäßzugänge bei der Erstversorgung von erwachsenen Notfallpatienten im Schockraum (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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