G-BA2019

Ribociclib bei Mammakarzinom: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2019 zur Nutzenbewertung des Wirkstoffs Ribociclib (Kisqali®). Das Verfahren bewertet ein neues Anwendungsgebiet in der Onkologie.

Ribociclib wird zur zielgerichteten Therapie des Mammakarzinoms eingesetzt. Es handelt sich um eine systemische Behandlung für Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung.

Die Bewertung umfasst den Einsatz bei prä-, peri- und postmenopausalen Frauen. Dabei wird die Kombination mit verschiedenen endokrinen Basistherapien betrachtet.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert das genaue Anwendungsgebiet für Ribociclib gemäß der Fachinformation.

Indikation beim Mammakarzinom

Laut Dokument wird Ribociclib bei Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs eingesetzt. Dabei müssen folgende Rezeptorstatus vorliegen:

  • Hormonrezeptor (HR)-positiv

  • Humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativ

Kombinationspartner und Therapielinie

Der Einsatz erfolgt in Kombination mit einer endokrinen Therapie. Das Dokument nennt hierfür folgende Optionen:

  • Kombination mit einem Aromatasehemmer

  • Kombination mit Fulvestrant

Die Behandlung kann sowohl als initiale endokrin-basierte Therapie erfolgen als auch bei Frauen, die bereits eine vorangegangene endokrine Therapie erhalten haben.

Besonderheit bei Menopausenstatus

Die Therapie ist für post-, prä- und perimenopausale Frauen zugelassen. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen wird laut Beschluss eine zusätzliche Maßnahme gefordert.

In diesen Fällen soll die endokrine Therapie zwingend mit einem LHRH-Agonisten (Luteinising Hormone-Releasing Hormone) kombiniert werden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Ribociclib an prä- oder perimenopausale Frauen wird auf die Notwendigkeit einer ovariellen Suppression hingewiesen. Laut G-BA-Dokument ist in dieser Patientengruppe die endokrine Kombinationstherapie zwingend durch einen LHRH-Agonisten zu ergänzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss wird Ribociclib bei Hormonrezeptor(HR)-positivem und HER2-negativem Mammakarzinom eingesetzt. Es handelt sich um lokal fortgeschrittene oder metastasierte Tumorstadien.

Das Dokument nennt die Kombination mit einem Aromatasehemmer oder mit Fulvestrant. Dies gilt sowohl für die initiale Therapie als auch nach vorangegangener endokriner Behandlung.

Bei prä- oder perimenopausalen Frauen wird eine zusätzliche medikamentöse Maßnahme gefordert. Die endokrine Therapie soll in diesen Fällen mit einem LHRH-Agonisten kombiniert werden.

Der Einsatz ist laut Dokument als initiale endokrin-basierte Therapie möglich. Ebenso kann es bei Frauen mit vorangegangener endokriner Therapie angewendet werden.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Ribociclib (neues Anwendungsgebiet: Mammakarzinom, HR+, HER2-, post-, prä- und perimenopausale Frauen, Kombination mit Fulvestrant, Kombination mit Aromatasehemmer) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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