G-BA2018

Abemaciclib bei Mammakarzinom: G-BA Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf den administrativen Dokumenten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Abemaciclib (Verzenios). Das Verfahren wurde ursprünglich im Jahr 2018 eingeleitet und im Mai 2019 beschlossen.

Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei der Hormonrezeptor (HR)-positiven und HER2-negativen Subgruppe spielt die endokrine Therapie eine zentrale Rolle in der Behandlung.

Abemaciclib gehört zur Wirkstoffklasse der CDK4/6-Inhibitoren. Das vorliegende Dokument definiert das genaue Anwendungsgebiet für die Verordnung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland.

Empfehlungen

Das G-BA-Dokument formuliert folgende Kriterien für das zugelassene Anwendungsgebiet:

Indikation

Abemaciclib ist laut Dokument für die Behandlung von Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs angezeigt. Dabei müssen folgende Rezeptorstatus vorliegen:

  • Hormonrezeptor (HR)-positiv

  • HER2-negativ

Kombinationstherapie

Das Dokument beschreibt den Einsatz von Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie. Dabei gelten folgende Vorgaben:

  • Kombination mit einem Aromatasehemmer oder Fulvestrant

  • Einsatz als initiale endokrine Therapie oder bei vorangegangener endokriner Therapie

Prä- und perimenopausale Frauen

Für diese spezifische Patientengruppe gibt das Dokument eine zusätzliche Vorgabe vor. Es wird beschrieben, dass die endokrine Therapie mit einem LHRH-Agonisten (Luteinising Hormone-Releasing Hormone) kombiniert werden sollte.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Abemaciclib in Kombination mit einer endokrinen Therapie ist der Menopausenstatus zwingend zu berücksichtigen. Das G-BA-Dokument weist darauf hin, dass bei prä- oder perimenopausalen Frauen zusätzlich ein LHRH-Agonist in das Therapieregime integriert werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Dokument ist der Wirkstoff für Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom angezeigt. Voraussetzung ist ein HR-positiver und HER2-negativer Rezeptorstatus.

Das Dokument beschreibt die Kombinationstherapie mit einem Aromatasehemmer oder mit Fulvestrant. Dies kann als initiale Therapie oder nach einer vorangegangenen endokrinen Behandlung erfolgen.

Bei prä- oder perimenopausalen Patientinnen gibt das Dokument eine Besonderheit vor. Die endokrine Therapie sollte in diesen Fällen mit einem LHRH-Agonisten kombiniert werden.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Abemaciclib (Mammakarzinom, HR+, HER2-, Kombination mit Aromatasehemmer) (G-BA, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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