G-BA2023

Abemaciclib bei Mammakarzinom: G-BA Beschluss

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Juni 2023 einen Beschluss zur Neubewertung nach Fristablauf für den Wirkstoff Abemaciclib (Verzenios) gefasst. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Dokumenten des G-BA zur Nutzenbewertung und dem dort definierten Anwendungsgebiet.

Abemaciclib ist ein zielgerichteter Wirkstoff aus der Gruppe der CDK4/6-Inhibitoren. Er wird in der Onkologie zur Behandlung spezifischer Formen des fortgeschrittenen Brustkrebses eingesetzt.

Das Hormonrezeptor-positive (HR+) und HER2-negative Mammakarzinom stellt die häufigste Subgruppe von Brustkrebs dar. Die endokrine Therapie bildet hierbei das Rückgrat der systemischen Behandlung, welche durch zielgerichtete Therapien ergänzt wird.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert das genaue Anwendungsgebiet für die Nutzenbewertung von Abemaciclib.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut Fachinformation ist Abemaciclib für die Behandlung von Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs angezeigt. Dabei müssen folgende Rezeptorstatus vorliegen:

  • Hormonrezeptor (HR)-positiv

  • HER2-negativ

Kombinationspartner in der Therapie

Gemäß den Vorgaben wird Abemaciclib nicht als Monotherapie eingesetzt. Die Behandlung erfolgt in Kombination mit einer endokrinen Therapie:

  • Kombination mit einem Aromatasehemmer

  • Alternativ Kombination mit Fulvestrant

Der Einsatz kann dabei als initiale endokrine Therapie erfolgen. Ebenso ist die Anwendung bei Frauen mit vorangegangener endokriner Therapie möglich.

Besonderheiten bei prä- und perimenopausalen Frauen

Für bestimmte Alters- und Hormonstatusgruppen formuliert das Dokument eine spezifische Vorgabe. Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die endokrine Therapie zusätzlich mit einem LHRH-Agonisten kombiniert werden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Abemaciclib bei prä- oder perimenopausalen Frauen wird im Dokument explizit darauf hingewiesen, die endokrine Basistherapie zwingend mit einem LHRH-Agonisten zu kombinieren. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung für eine adäquate hormonelle Blockade in dieser Altersgruppe dar.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß G-BA ist der Wirkstoff für Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom angezeigt. Voraussetzung ist ein HR-positiver und HER2-negativer Rezeptorstatus.

Die Therapie erfolgt laut Fachinformation in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder mit Fulvestrant. Dies gilt sowohl für die initiale als auch für die Folgetherapie.

Das Dokument gibt an, dass bei prä- oder perimenopausalen Patientinnen die endokrine Therapie zusätzlich mit einem LHRH-Agonisten kombiniert werden sollte.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Abemaciclib (Neubewertung nach Fristablauf: Mammakarzinom, HR+, HER2-, Kombination mit Aromatasehemmer) (G-BA, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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