G-BA2021

Pertuzumab/Trastuzumab bei Brustkrebs: G-BA Beschluss

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Das Dokument beschreibt das Nutzenbewertungsverfahren nach § 35a SGB V für die fixe Wirkstoffkombination Pertuzumab/Trastuzumab (Handelsname Phesgo).

HER2-positive Mammakarzinome weisen eine Überexpression des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 auf. Dies führt zu einem aggressiveren Tumorwachstum, bietet jedoch gleichzeitig einen spezifischen Ansatzpunkt für zielgerichtete Antikörpertherapien.

Die Kombination aus Pertuzumab und Trastuzumab zielt auf eine duale Blockade des HER2-Rezeptors ab. In der Onkologie wird diese zielgerichtete Therapie standardmäßig mit einer Chemotherapie kombiniert, um die Wirksamkeit zu erhöhen.

Empfehlungen

Der Beschluss des G-BA definiert das genaue Anwendungsgebiet für die Nutzenbewertung der Wirkstoffkombination.

Zugelassene Indikation

Laut G-BA ist Pertuzumab/Trastuzumab (Phesgo) für folgende spezifische Indikation vorgesehen:

  • Kombinationspartner: Die Anwendung erfolgt zwingend in Kombination mit Docetaxel.

  • Patientengruppe: Die Therapie richtet sich an erwachsene Personen mit Brustkrebs.

  • Tumorstatus: Es muss ein HER2-positives, metastasiertes oder lokal rezidivierendes und inoperables Mammakarzinom vorliegen.

  • Therapielinie: Der Einsatz ist für die Erstlinientherapie vorgesehen. Es darf zuvor noch keine Anti-HER2-Therapie oder Chemotherapie zur Behandlung der metastasierten Erkrankung erfolgt sein.

Verfahrensdetails

Das Nutzenbewertungsverfahren wurde im Juli 2021 abgeschlossen. Die Festlegung der zweckmäßigen Vergleichstherapie sowie das genaue Ausmaß des Zusatznutzens sind in den zugehörigen Anlagen der Arzneimittel-Richtlinie (Anlage XII) dokumentiert.

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💡Praxis-Tipp

Gemäß der festgelegten Indikation des G-BA ist darauf zu achten, dass die fixe Kombination aus Pertuzumab und Trastuzumab im metastasierten Setting ausschließlich bei Personen eingesetzt wird, die zuvor noch keine systemische Therapie für ihre Metastasierung erhalten haben.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA ist das Medikament für HER2-positive, metastasierte oder lokal rezidivierende, inoperable Mammakarzinome indiziert.

Die Indikation sieht zwingend eine Kombinationstherapie mit dem Chemotherapeutikum Docetaxel vor.

Gemäß G-BA-Beschluss erfolgt der Einsatz in der Erstlinie. Die behandelten Personen dürfen zuvor keine Anti-HER2-Therapie oder Chemotherapie gegen die metastasierte Erkrankung erhalten haben.

Das Anwendungsgebiet umfasst laut Fachinformation und G-BA ausschließlich erwachsene Personen.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Pertuzumab/Trastuzumab (Mammakarzinom, HER2+, metastasiert oder lokal rezidiviert (inoperabel), Erstlinie, Kombination mit Docetaxel) (G-BA, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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