G-BA2021

Esketamin bei Depression: G-BA Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem administrativen Kurztext des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Esketamin (Spravato) aus dem Jahr 2021. Es wird darauf hingewiesen, dass die in diesem Verfahren gefassten Beschlüsse durch eine Neubewertung nach Fristablauf am 15.03.2023 aufgehoben wurden.

Die therapieresistente Major Depression stellt eine erhebliche klinische Herausforderung dar. Wenn Standardtherapien nicht die gewünschte Linderung der Symptome erbringen, werden neue pharmakologische Ansätze zur Überwindung der Therapieresistenz geprüft.

Das vorliegende Dokument skizziert das formale Anwendungsgebiet für den Wirkstoff Esketamin im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland.

Empfehlungen

Das G-BA-Dokument definiert das genaue Anwendungsgebiet für Esketamin gemäß der Fachinformation.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut Beschluss wird Esketamin (Spravato) unter folgenden spezifischen Bedingungen angewendet:

  • Die Anwendung erfolgt bei Erwachsenen mit einer therapieresistenten Major Depression.

  • Es muss sich um eine aktuell mittelgradige bis schwere depressive Episode handeln.

  • Die Betroffenen haben auf mindestens zwei unterschiedliche Therapien mit Antidepressiva in der aktuellen Episode nicht angesprochen.

  • Die Gabe von Esketamin erfolgt zwingend in Kombination mit einem SSRI oder SNRI.

Verfahrensstatus

Es wird im Dokument explizit darauf hingewiesen, dass der ursprüngliche Beschluss vom 19.08.2021 befristet war. Die Regelungen wurden durch ein nachfolgendes Verfahren zur Neubewertung im März 2023 abgelöst.

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💡Praxis-Tipp

Es wird im Dokument betont, dass Esketamin nicht als Monotherapie, sondern ausschließlich in Kombination mit einem SSRI oder SNRI eingesetzt wird. Zudem wird eine Therapieresistenz erst dann formal angenommen, wenn in der aktuellen mittelgradigen bis schweren Episode mindestens zwei unterschiedliche Antidepressiva-Therapien ohne ausreichendes Ansprechen geblieben sind.

Häufig gestellte Fragen

Das Dokument definiert eine Therapieresistenz für diese Indikation als fehlendes Ansprechen auf mindestens zwei unterschiedliche Therapien mit Antidepressiva. Dies muss sich zwingend auf die aktuelle mittelgradige bis schwere depressive Episode beziehen.

Nein, laut dem G-BA-Beschluss wird Esketamin bei therapieresistenter Major Depression ausschließlich in Kombination mit einem SSRI oder SNRI angewendet.

Dem Dokument zufolge wurden die Beschlüsse dieses Verfahrens durch eine Neubewertung nach Fristablauf am 15.03.2023 aufgehoben. Es gelten somit die Ergebnisse des neueren Bewertungsverfahrens.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Esketamin (Bekannter Wirkstoff mit neuem Unterlagenschutz: Depression, therapieresistent, in Kombination mit SSRI oder SNRI) (G-BA, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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