Therapieresistente Depression: Esketamin-Zusatznutzen
Hintergrund
Die IQWiG-Dossierbewertung A23-18 untersucht den Zusatznutzen von Esketamin bei erwachsenen Personen mit therapieresistenter Major Depression. Es geht um Fälle, in denen in der aktuellen mittelgradigen bis schweren Episode keine Reaktion auf mindestens zwei unterschiedliche Antidepressiva-Therapien erfolgte.
Esketamin wird in diesem Anwendungsgebiet in Kombination mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) oder einem Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) eingesetzt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legte als zweckmäßige Vergleichstherapie eine Behandlung nach ärztlicher Maßgabe fest. Diese umfasst die Auswahl aus einer Augmentation, einer Kombinationstherapie, einer Elektrokonvulsionstherapie (EKT) oder einem Wirkstoffwechsel.
💡Praxis-Tipp
Die Dokumentation betont, dass die Anwendung von Esketamin zwingend in einem geeigneten medizinischen Umfeld stattfinden muss. Es wird darauf hingewiesen, dass medizinisches Fachpersonal zur Überwachung von Blutdruckkrisen, Sedierung und dissoziativen Zuständen sowie eine Ausrüstung zur kardiopulmonalen Reanimation jederzeit verfügbar sein müssen.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG bemängelt, dass die vorgelegte Studie (ESCAPE-TRD) nur gegen Quetiapin retard testete. Die vom G-BA geforderte breite Vergleichstherapie, die auch Elektrokonvulsionstherapie oder andere Antidepressiva-Kombinationen umfasst, wurde nicht ausreichend abgebildet.
Die Bewertung bezieht sich auf Erwachsene mit therapieresistenter Major Depression. Voraussetzung ist, dass in der aktuellen Episode mindestens zwei unterschiedliche Antidepressiva keine ausreichende Wirkung zeigten.
Es wird als Nasenspray in Kombination mit einem oralen SSRI oder SNRI angewendet. Die Therapie startet mit einer Induktionsphase von zwei Anwendungen pro Woche und geht in eine seltenere Erhaltungstherapie über.
Laut den Sicherheitsvorgaben ist eine Nachbeobachtung von etwa 40 Minuten in der Praxis erforderlich. Dabei wird auf Nebenwirkungen wie Sedierung, Dissoziation und einen Anstieg des Blutdrucks geachtet.
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Quelle: IQWiG A23-18: Esketamin (therapieresistente Major Depression) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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