FSME: Diagnostik, Therapie, Prognose & Impfempfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine virale Infektion, die primär durch Zeckenstiche übertragen wird. Seltener erfolgt eine Infektion über unpasteurisierte Milchprodukte oder Organtransplantationen.

Der klinische Verlauf ist bei etwa 70 Prozent der symptomatischen Erkrankten zweigipflig. Nach einer Prodromalphase mit grippeähnlichen Symptomen folgt ein fieberhaftes Stadium mit neurologischer Beteiligung.

Die Manifestation reicht von einer isolierten Meningitis über eine Meningoenzephalitis bis hin zur schweren Meningoenzephalomyelitis. Ein höheres Alter und männliches Geschlecht gelten als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick in der Praxis ist die Überinterpretation isoliert erhöhter IgM-Antikörper. Die Leitlinie warnt davor, dies als Beweis für eine akute FSME zu werten, da es sich um Kreuzreaktionen mit anderen Flaviviren handeln kann. Stattdessen wird eine Verlaufskontrolle der IgG-Antikörper empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie existiert keine kausale antivirale Therapie gegen das FSME-Virus. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, beispielsweise durch Fiebersenkung ab 39 °C und Analgesie.

Eine aktive Immunisierung direkt nach einem Zeckenstich in einem Risikogebiet wird von der Leitlinie mangels ausreichender Daten nicht generell empfohlen. Eine passive Immunisierung steht nicht mehr zur Verfügung.

Nach der Grundimmunisierung wird die erste Auffrischung nach drei Jahren empfohlen. Danach erfolgen weitere Auffrischungen bei Personen unter 50 Jahren alle fünf Jahre, bei Personen über 50 Jahren alle drei Jahre.

Ja, die Leitlinie gibt an, dass die Impfung mit dem westlichen Subtyp aufgrund einer hohen Übereinstimmung der Virusproteine auch vor Infektionen mit den beiden östlichen Subtypen schützt.

Bei Kindern und Jugendlichen verläuft die Erkrankung häufig günstiger als bei Erwachsenen. Dennoch weist die Leitlinie darauf hin, dass neuropsychologische Testungen bei bis zu einem Drittel der Kinder langfristige Defizite aufdecken können.

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Quelle: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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