Extrakorporale Photopherese (ECP): Indikation und GvHD

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die vorliegende AWMF-Leitlinie behandelt den Einsatz der extrakorporalen Photopherese (ECP). Dieses Therapieverfahren verbindet die Leukapherese mit der Photochemotherapie und wird seit fast 40 Jahren stetig weiterentwickelt.

Der Wirkmechanismus beruht auf der Zugabe des Photosensibilisators 8-Methoxypsoralen (8-MOP) zum extrahierten Leukozytenfilm (Buffy Coat) und anschließender Bestrahlung mit UVA-Licht. Dies induziert eine Apoptose der T-Zellen und löst komplexe immunmodulierende Effekte aus.

Laut Leitlinie führt die ECP nicht zu einer allgemeinen Immunsuppression. Behandelte Personen haben im Vergleich zu Gesunden kein höheres Risiko für opportunistische Infektionen oder Neoplasien.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist der zu frühe Abbruch der ECP-Therapie bei vermeintlichem Nichtansprechen. Die Leitlinie betont, dass der Wirkungseintritt mehrere Monate dauern kann und das Therapieansprechen beispielsweise beim kutanen T-Zell-Lymphom oder der systemischen Sklerose frühestens nach 6 Monaten abschließend beurteilt werden sollte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass sich bei Langzeitanwendung häufig eine Eisenmangelanämie entwickelt, weshalb frühzeitig eine Eisensubstitution erwogen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bevorzugt einen peripher-venösen Zugang aufgrund der geringeren Komplikationsrate. Alternativ kann die Behandlung über einen zentralvenösen Zugang mittels Port, großlumige Katheter oder einen arteriovenösen Shunt erfolgen.

Zumeist wird unfraktioniertes Heparin als Antikoagulans eingesetzt. Bei thrombozytopenen Personen oder bei einer Heparin-Unverträglichkeit wird laut Leitlinie eine Citrat-Dextrose-Lösung (ACD-A) empfohlen.

Es gibt keine technisch festgelegte Untergrenze für Thrombozyten. Die Leitlinie rät jedoch, ab Thrombozytenwerten von unter 50.000/µl das Nutzen-Risiko-Verhältnis individuell abzuwägen.

Ja, die ECP ist im Kindesalter auch bei sehr geringem Körpergewicht (unter 20 kg) gut durchführbar. Es wird jedoch fast ausnahmslos ein zentralvenöser Zugang benötigt und bei geringem Gewicht ein Priming mit Erythrozytenkonzentraten empfohlen.

Die akuten Nebenwirkungen sind insgesamt gering und umfassen meist Kribbeln, Stechen, Unwohlsein oder transiente Blutdruckschwankungen. Nach der Behandlung tritt häufig eine Müdigkeit auf, die 24 bis 48 Stunden anhalten kann.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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