Epidurale Rückenmarkstimulation (SCS/DRG): Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S3-Leitlinie behandelt den Einsatz der epiduralen Rückenmarkstimulation (SCS) und der Spinalganglienstimulation (DRG). Diese neuromodulatorischen Verfahren werden bei chronischen, therapieresistenten Schmerzen eingesetzt.

Zu den primären Zielgruppen gehören Personen mit neuropathischen Schmerzen, wie dem Failed Back Surgery Syndrome (FBSS, neue Nomenklatur: PSPS I und II) oder dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS). Auch ischämische Schmerzen bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) oder Angina pectoris stellen etablierte Indikationen dar.

Die Leitlinie betont, dass invasive Techniken erst nach Ausschöpfung konservativer multimodaler Therapieverfahren in Betracht gezogen werden sollten. Zudem wird eine interdisziplinäre Indikationsstellung unter Einbezug psychologischer Evaluationen gefordert.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt der Leitlinie ist das strikte perioperative Gerinnungsmanagement. Es wird dringend empfohlen, Antikoagulanzien vor der Implantation von SCS- oder DRG-Systemen abzusetzen, da spinale Hämatome zwar selten sind, aber zu schweren neurologischen Defiziten führen können. Zudem wird betont, dass eine intraoperative Liquorpunktion zwingend vermieden werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die SCS bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit in den Stadien 2b und 3 nach Fontaine. Voraussetzung ist, dass die Schmerzen medikamentös nicht ausreichend behandelbar sind.

Ja, die DRG-Stimulation wird als wirksame Therapie zur Behandlung des CRPS Typ I und II der unteren Extremitäten empfohlen. Laut Leitlinie ist eine frühzeitige Behandlung wichtig.

Mechanische Komplikationen wie Elektrodenbrüche oder Dislokationen sind mit bis zu 40 % relativ häufig. Implantatbezogene Infektionen treten in 3 bis 6 % der Fälle auf, während schwere neurologische Komplikationen sehr selten sind.

Es wird eine strukturierte psychologische Evaluation vor der Implantation stark empfohlen. Vorbestehende psychische Belastungen wie Angst oder Depressionen korrelieren laut Leitlinie mit einem schlechteren Therapieerfolg.

Die SCS wird bei postoperativem Rücken- und Beinschmerz im Rahmen des Failed Back Surgery Syndrome (FBSS / PSPS II) stark empfohlen. Sie gilt hier als optimale medizinische Behandlung, wenn konservative Maßnahmen versagt haben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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