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EMAH: Versorgungsstruktur und Nachsorge-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) adressiert die medizinische Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH). Durch medizinische Fortschritte erreichen nahezu alle betroffenen Personen das Erwachsenenalter, bleiben jedoch chronisch herzkrank.

Trotz relevanter Rest- und Folgezustände erfolgt die Nachsorge allzu oft nicht in spezialisierten Zentren. Behandlungsstrategien von erworbenen Herzerkrankungen lassen sich laut DGK nicht unkritisch auf angeborene Herzfehler übertragen.

Zu den wichtigsten Langzeitkomplikationen zählen die infektiöse Endokarditis, pulmonale Gefäßerkrankungen, Aortopathien sowie Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen. Zudem wird die hohe Relevanz psychokardiologischer Begleiterkrankungen und die Notwendigkeit einer strukturierten Transition betont.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis des Positionspapiers betrifft den Umgang mit zyanotischen Patienten. Es wird davor gewarnt, die sekundäre Erythrozytose routinemäßig mit Aderlässen zu behandeln, da dies zu Eisenmangel, reduzierter Leistungsfähigkeit und einem erhöhten Risiko für zerebrale Ereignisse führt. Zudem wird betont, dass bei unklaren Echokardiographie-Befunden im Rahmen einer Endokarditis-Diagnostik eine 18F-FDG-PET/CT-Untersuchung erwogen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Positionspapier wird eine Prophylaxe bei Hochrisikopatienten empfohlen. Dazu zählen Personen mit Klappenprothesen, überstandener Endokarditis, zyanotischen Vitien sowie Patienten in den ersten 6 Monaten nach einer Korrektur mit prothetischem Material.

Das Dokument empfiehlt einen elektiven Aortenersatz beim Marfan-Syndrom ab einer Aortenweite von 5,0 cm oder einer Wachstumsrate von 3 mm pro Jahr. Liegen zusätzliche Risikofaktoren vor, wird die Operation bereits ab 4,5 cm empfohlen.

Zur Diagnosesicherung bei begründetem Verdacht auf eine pulmonalarterielle Hypertonie ist laut Positionspapier eine invasive Herzkatheteruntersuchung erforderlich. Lediglich bei Patienten mit großen druckangleichenden Shuntvitien und Zyanose kann die Diagnose echokardiographisch gestellt werden.

Etwa ein Drittel der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern leidet an relevanten psychischen Störungen. Das Positionspapier nennt hierbei insbesondere Depressionen, Angsterkrankungen und posttraumatische Belastungsstörungen.

Das Positionspapier rät von einer Schwangerschaft bei Vorliegen einer pulmonalen Hypertonie ab. Begründet wird dies mit einem sehr hohen maternalen Risiko und einer Müttersterblichkeit von bis zu 30 bis 50 Prozent.

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Quelle: „Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern“: Aktuelle Herausforderung in der medizinischen Versorgung Teil I: Versorgungsstruktur und Problematik (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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