DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)KardiologieKardiologie

ECLS und ECMO bei Herzversagen: Indikation und Weaning

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S3-Leitlinie behandelt den Einsatz der extrakorporalen Zirkulation (ECLS/ECMO) bei akutem Herz- und Kreislaufversagen. In den letzten Jahren ist die Anwendung dieser Unterstützungssysteme in Deutschland stark gestiegen.

Der Erfolg der Therapie hängt maßgeblich von einer effektiven, interdisziplinären Teamarbeit ab. Die Leitlinie definiert daher nicht nur klinische Indikationen, sondern auch strukturelle und personelle Voraussetzungen für Krankenhäuser.

Da randomisierte Studien in diesem Bereich schwer realisierbar sind, basieren viele Vorgaben auf einem Expertenkonsens. Die Leitlinie zielt darauf ab, die komplexe Therapiekaskade zu standardisieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor einer zentralen Hypoxie (Wasserscheidenphänomen) bei femoral-arterieller Kanülierung. Es wird dringend empfohlen, die periphere Sauerstoffsättigung und Blutgasanalysen zwingend an der rechten oberen Extremität zu kontrollieren, um eine unzureichende zerebrale Oxygenierung frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollen für die extrakorporale Zirkulation ausschließlich Zentrifugalpumpen zum Einsatz kommen. Dies ist als starke Empfehlung formuliert.

Es wird empfohlen, die Antikoagulation bei ECLS-Patienten mit unfraktioniertem Heparin durchzuführen. Zudem soll eine engmaschige Kontrolle der Gerinnungswerte erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt bei einer femoralen arteriellen Kanülierung zwingend die Einlage einer distalen Perfusionskanüle. Dadurch soll eine Ischämie der betroffenen Extremität vermieden werden.

Ein Weaning kann evaluiert werden, wenn unter anderem der mittlere arterielle Druck über 60 mmHg liegt und das Laktat auf unter 2 mmol/l fällt. Diese Kriterien sollten unter einem reduzierten ECLS-Fluss von unter 2,0 l/min geprüft werden.

Es kann wissenschaftlich keine harte Mindestmenge definiert werden, jedoch wird eine Zahl von mindestens 20 ECLS-Implantationen pro Jahr angestrebt. Kliniken ohne ausreichende Expertise sollten mit einem erfahrenen ECLS-Zentrum kooperieren.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Einsatz der extrakorporalen Zirkulation (ECLS/ECMO) bei Herz- und Kreislaufversagen Kurzversion der AWMF-S3-Leitlinie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.