Echokardiographie (TTE): Indikation und Durchführung
Hintergrund
Das Manual der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) aus dem Jahr 2020 beschreibt die Indikationsstellung und standardisierte Durchführung der Echokardiographie. Die transthorakale Echokardiographie (TTE) stellt die zentrale bildgebende Methode der Kardiologie dar.
Laut Leitlinie ist die TTE universell einsetzbar, schnell durchführbar und weist keine Kontraindikationen auf. Sie wird als primäre Bildgebung bei Herzinsuffizienz, Klappenerkrankungen, koronarer Herzerkrankung und in der Notfallmedizin empfohlen.
Entscheidende Faktoren für eine qualitativ hochwertige Untersuchung sind die Qualifikation des Untersuchers, die Dokumentationsqualität und die Geräteausstattung. Es wird betont, dass eine standardisierte Dokumentation auch bei unauffälligen Befunden einen bestimmten Mindestumfang erfordert.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, den Schweregrad einer Klappeninsuffizienz (wie der Aorten- oder Mitralklappeninsuffizienz) alleinig anhand der visuellen Größe oder Fläche der Farbjet-Wolke im Farbdoppler zu beurteilen. Es wird betont, dass diese Methode aufgrund methodischer und pathophysiologischer Einflussfaktoren fehleranfällig ist. Stattdessen wird ein integrativer Ansatz mit quantitativen und semiquantitativen Parametern empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt die Bestimmung der LVEF mittels der biplanen Scheibchensummationsmethode (Simpson-Methode). Diese sollte im apikalen 4- und 2-Kammer-Blick bei guter Endokardabgrenzung durchgeführt werden.
Laut Manual liegt eine hochgradige Aortenklappenstenose vor, wenn die maximale Flussgeschwindigkeit ≥4,0 m/s, der mittlere Gradient ≥40 mm Hg und die Klappenöffnungsfläche <1,0 cm² beträgt. Es wird ein integrativer Ansatz zur Beurteilung empfohlen.
Die Diagnose erfordert laut Leitlinie mindestens drei von vier Kriterien: ein E/e'-Verhältnis >14, eine reduzierte e'-Geschwindigkeit, eine maximale Trikuspidalregurgitationsgeschwindigkeit >2,8 m/s sowie eine linksatriale Dilatation (>34 ml/m²).
Es besteht gemäß der Berufsmusterverordnung eine Pflicht zur Archivierung der Bilddaten und der Befunde für 10 Jahre. Dies betrifft alle Untersuchungen, bei denen Bildmaterial gespeichert wird.
Die Leitlinie empfiehlt eine TEE bei eingeschränkten Schallbedingungen, bei Verdacht auf Endokarditis, zur kardialen Emboliequellensuche sowie vor Kardioversionen. Sie wird auch zur weiteren Klärung unklarer transthorakaler Befunde eingesetzt.
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Quelle: Manual zur Indikation und Durchführung der Echokardiographie Update 2020 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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