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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

TEE & 3D-Echokardiographie: Entwicklung & Einsatz (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die TEE ist der diagnostische Standard für AV-Klappen-Pathologien, Endokarditis, Thrombensuche und Aortenerkrankungen.
  • Die Echtzeit-3D-Echokardiographie bietet eine überlegene Genauigkeit und Reproduzierbarkeit bei der Volumen- und Massenbestimmung.
  • Für moderne kathetergestützte Klappeninterventionen ist das periinterventionelle TEE-Monitoring essenziell.
  • Die DGK hat ein eigenes Curriculum zur Sachkunde in der Interventionellen Echokardiographie etabliert.
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Hintergrund

Die transösophageale Echokardiographie (TEE) hat sich seit ihren experimentellen Anfängen Ende der 1970er-Jahre zu einer unverzichtbaren Modalität der kardialen Bildgebung entwickelt. Durch das nahezu unbehinderte Ultraschallfenster und die technische Weiterentwicklung von monoplanen über biplane bis hin zu multiplanen Sonden bietet die TEE detaillierte Einblicke in kardiale Strukturen.

Klinische Indikationen der TEE

Die TEE hat sich als diagnostischer Standard für eine Vielzahl spezifischer Fragestellungen etabliert. Zu den wichtigsten Einsatzgebieten gehören:

IndikationsgebietSpezifische Pathologien / Fragestellungen
AV-KlappenBeurteilung von Klappenpathologien, Schweregrad der Mitralinsuffizienz
EndokarditisAbszessdiagnostik, Beurteilung der Vegetationsgröße, Zusatzstrukturen
Thorakale GefäßeAortendissektion, intramurales aortales Hämatom
VorhöfeThrombensuche, Flussgeschwindigkeit im linken Herzohr bei Vorhofflimmern

3D-Echokardiographie

Die Erfassung der Dreidimensionalität des Herzens ist besonders bei komplexen anatomischen Strukturen entscheidend. Die Einführung von Matrix-Schallköpfen ermöglichte die Echtzeit-3D-Echokardiographie, die seit etwa 2006/2007 durch zunehmende Miniaturisierung auch transösophageal verfügbar ist.

Vorteile der quantitativen 3D-Echokardiographie gegenüber 2D-Verfahren:

  • Deutlich größere Genauigkeit
  • Bessere Reproduzierbarkeit
  • Geringere Untersuchervariabilität bei Volumen- und Massenbestimmungen

Moderne Bildanalysealgorithmen können heute durch adaptive Verfahren der Endokarderkennung automatisiert Volumina des linken Vorhofs und Ventrikels errechnen.

Interventionelle Echokardiographie

Mit der rasanten Entwicklung katheterinterventioneller Verfahren hat die simultane TEE eine Schlüsselrolle übernommen. Sie dient nicht nur der Patientenselektion, sondern vor allem der Steuerung der Intervention in Echtzeit und der unmittelbaren Erfolgskontrolle.

InterventionsartEinsatzgebiet der interventionellen TEE
Okkluder-ImplantationVerschluss von Vorhofseptumdefekten (ASD) und Vorhofsohr-Okkludern (LAA)
KlappeninterventionenTranskutane Aortenklappenimplantation (TAVI), Edge-to-Edge-Rekonstruktion (Mitral- und Trikuspidalklappe)
ElektrophysiologieBegleitung interventioneller elektrophysiologischer Verfahren

Gerade bei räumlich komplexen Vorgängen, wie der End-zu-End-Rekonstruktion von AV-Klappen, macht die transösophageale Echtzeit-3D-Echokardiographie eine erfolgreiche und sichere Durchführung erst möglich. Aufgrund der hohen Relevanz hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ein eigenes Curriculum zur Sachkunde in der Interventionellen Echokardiographie etabliert.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie die 3D-TEE zwingend bei kathetergestützten Klappeninterventionen (z.B. Edge-to-Edge-Repair), da sie bei räumlich komplexen Vorgängen die Sicherheit und den prozeduralen Erfolg maßgeblich erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Zu den Hauptindikationen zählen AV-Klappen-Pathologien, Endokarditisdiagnostik (Abszesse, Vegetationen), Thrombensuche und die Beurteilung der thorakalen Aorta.
Sie bietet eine deutlich größere Genauigkeit, bessere Reproduzierbarkeit und geringere Untersuchervariabilität bei der Bestimmung von kardialen Volumina und Massen.
Durch die fortschreitende Miniaturisierung der Matrix-Schallköpfe ist die Echtzeit-3D-TEE seit den Jahren 2006/2007 klinisch verfügbar.
Sie ist essenziell für die Patientenselektion, die Echtzeit-Steuerung der Intervention (z.B. bei Okkludern oder Klappenrekonstruktionen) und die unmittelbare Erfolgskontrolle.

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