AkdÄ2022

SAPHO-Syndrom durch Isotretinoin: AkdÄ-Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2022-19 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert einen möglichen kausalen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Isotretinoin und dem Auftreten eines SAPHO-Syndroms. Isotretinoin wird zur oralen Behandlung schwerer Akneformen eingesetzt.

Zu den Indikationen zählen noduläre Akne, Acne conglobata oder Akne mit der Gefahr einer dauerhaften Narbenbildung. Der Einsatz erfolgt laut AkdÄ, wenn eine Therapieresistenz gegenüber systemischen Antibiotika und topischen Behandlungen besteht.

Das Akronym SAPHO steht für Synovitis, Acne pustulosa, Pustulose, Hyperostose und Osteitis. Das Syndrom ist durch die Assoziation von Knochen- und Hautmanifestationen charakterisiert.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Hinweise zur Arzneimittelsicherheit:

Differenzialdiagnostik bei Nebenwirkungen

Laut AkdÄ stellt das SAPHO-Syndrom eine wichtige Differenzialdiagnose zur Acne fulminans dar. Im Gegensatz zur Acne fulminans wird das SAPHO-Syndrom in der aktuellen Fachinformation von Isotretinoin jedoch nicht ausdrücklich als Nebenwirkung aufgeführt.

Es wird darauf hingewiesen, dass gemeldete Fälle sowie Berichte aus der Literatur auf die seltene Möglichkeit eines kausalen Zusammenhangs zwischen der Isotretinoin-Gabe und dem SAPHO-Syndrom hindeuten.

Bei Auftreten entsprechender Symptome nach der Gabe von Isotretinoin wird empfohlen, folgende Differenzialdiagnosen zu berücksichtigen:

  • Acne fulminans

  • SAPHO-Syndrom

Kontraindikationen

Die AkdÄ warnt vor dem potenziellen Auftreten eines SAPHO-Syndroms unter der Therapie mit Isotretinoin. Es wird betont, dass diese unerwünschte Arzneimittelwirkung bisher nicht in der Fachinformation des Präparats gelistet ist.

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💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ weist darauf hin, dass bei neu auftretenden Knochen- und Hautmanifestationen unter einer Isotretinoin-Therapie differenzialdiagnostisch ein SAPHO-Syndrom in Betracht gezogen werden muss. Ein potenzieller Fallstrick im klinischen Alltag ist, dass diese seltene Nebenwirkung im Gegensatz zur Acne fulminans nicht in der Fachinformation des Präparats aufgeführt wird.

Häufig gestellte Fragen

Das Akronym SAPHO steht für Synovitis, Acne pustulosa, Pustulose, Hyperostose und Osteitis. Laut AkdÄ ist das Syndrom durch eine Kombination aus Knochen- und Hautmanifestationen charakterisiert.

Isotretinoin wird zur oralen Behandlung schwerer Akneformen wie nodulärer Akne oder Acne conglobata angewendet. Die AkdÄ nennt als Voraussetzung eine Therapieresistenz gegenüber systemischen Antibiotika und topischen Behandlungen.

In der Fachinformation von Isotretinoin wird das SAPHO-Syndrom aktuell nicht ausdrücklich als Nebenwirkung aufgeführt. Die AkdÄ berichtet jedoch von Fallmeldungen, die auf einen seltenen kausalen Zusammenhang hindeuten.

Die wichtigste Differenzialdiagnose bei entsprechenden Symptomen ist laut AkdÄ die Acne fulminans. Beide Krankheitsbilder müssen bei neu auftretenden Haut- und Knochenmanifestationen nach einer Isotretinoin-Gabe berücksichtigt werden.

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Quelle: AkdÄ: „Aus der UAW-Datenbank“: SAPHO-Syndrom im Zusammenhang mit Isotretinoin. (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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