Retinoide: Teratogenität und Kontraindikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2019-50 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zu Retinoiden zusammen. Dieser basiert auf einer Überprüfung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC).

Retinoid-haltige Arzneimittel werden sowohl oral als auch topisch angewendet. Zu den Indikationen zählen verschiedene Formen der Akne, schwere chronische Handekzeme, schwere Psoriasis sowie Verhornungsstörungen.

Einige Wirkstoffe wie Tretinoin, Bexaroten und Alitretinoin sind zudem für die Behandlung verschiedener onkologischer Erkrankungen zugelassen. Die Sicherheitswarnung fokussiert sich auf Aktualisierungen bezüglich der Teratogenität und neuropsychiatrischer Erkrankungen unter der Therapie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Rote-Hand-Brief sind nicht nur orale, sondern als Vorsichtsmaßnahme auch topische Retinoide bei Schwangeren und bei Planung einer Schwangerschaft strikt kontraindiziert. Zudem wird eine aktive Überwachung aller Patienten unter oralen Retinoiden auf Anzeichen von Depressionen empfohlen, insbesondere bei psychiatrischer Vorerkrankung.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Laut Rote-Hand-Brief sind topische Retinoide als Vorsichtsmaßnahme bei Schwangeren sowie bei der Planung einer Schwangerschaft kontraindiziert.

Die Sicherheitswarnung schreibt die Einhaltung des Schwangerschaftsverhütungsprogramms für die oralen Retinoide Acitretin, Alitretinoin und Isotretinoin bei Frauen im gebärfähigen Alter vor.

Die einzige in der Warnung genannte Ausnahme ist orales Tretinoin. Dieses darf bei klinischer Dringlichkeit in einer onkologischen Indikation angewendet werden.

Unter oralen Retinoiden wurde über Depressionen, Stimmungsschwankungen und durch Depressionen verstärkte Angststörungen berichtet. Es wird eine Überwachung aller Patienten auf diese Symptome empfohlen.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Retinoiden (Acitretin, Adapalen (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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