Phenytoin: Teratogenität, CYP2C9 und Wechselwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2021-56 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über wichtige Aktualisierungen der Fach- und Gebrauchsinformationen für Phenytoin-haltige Arzneimittel. Diese Anpassungen basieren auf Empfehlungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Phenytoin ist ein bewährter Wirkstoff, der primär zur Prophylaxe und Therapie von Krampfanfällen eingesetzt wird. Darüber hinaus findet das Medikament Anwendung bei der Behandlung neurogener Schmerzzustände.

Aufgrund neuer Erkenntnisse zur Arzneimittelsicherheit wurden die Abschnitte zu Warnhinweisen, Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Nebenwirkungen in der Produktinformation grundlegend überarbeitet. Diese Zusammenfassung basiert auf der offiziellen Sicherheitsmitteilung der AkdÄ.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonders kritischer Punkt im klinischen Alltag ist die mögliche Verringerung der Serumspiegel von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) und Ticagrelor. Die Sicherheitsinformation warnt hier vor einem potenziellen Wirkverlust bei gleichzeitiger Phenytoin-Gabe, was das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöhen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ-Information haben Träger der CYP2C93-Variante ein erhöhtes Risiko für schwere Hautreaktionen. Zudem besteht bei den Varianten CYP2C92 und CYP2C9*3 ein generelles Risiko für eine erhöhte Toxizität durch einen verminderten Abbau des Wirkstoffs.

Die Sicherheitsinformation warnt vor einem erhöhten Risiko für kongenitale Fehlbildungen. Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird eine Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und unter wirksamer Empfängnisverhütung empfohlen.

Bei der gleichzeitigen Gabe beider Antikonvulsiva besteht laut aktualisierter Produktinformation ein erhöhtes Risiko für eine Valproat-assoziierte Hyperammonämie.

Die Fachinformation wurde um die Aplasie der roten Blutkörperchen als mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkung ergänzt.

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Quelle: AkdÄ: Information zu Phenytoin-haltigen Arzneimitteln (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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