Mitomycin (Mitem): Kontraindikation der i.v. Gabe

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat im September 2021 einen Rote-Hand-Brief zu Mitem 20 mg (Wirkstoff Mitomycin) veröffentlicht. Dieser informiert über eine wichtige Anwendungseinschränkung aufgrund eines Qualitätsmangels.

Im Rahmen eines fortlaufenden Stabilitätsprogramms wurden Spezifikationsabweichungen bei zwei Chargen des Präparats festgestellt. Laut AkdÄ kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch weitere Chargen von diesem Mangel betroffen sind.

Mitomycin ist ein Zytostatikum, das in der Onkologie bei verschiedenen soliden Tumoren eingesetzt wird. Die vorliegende Sicherheitsinformation differenziert strikt zwischen den verschiedenen Applikationswegen des Medikaments.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend darauf hingewiesen, bei der Verordnung und Applikation von Mitem 20 mg strikt auf den Applikationsweg zu achten. Während die intravenöse Gabe aufgrund möglicher Patientenrisiken untersagt ist, kann die intravesikale Instillationstherapie in der Urologie laut AkdÄ sicher fortgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ wurden im Rahmen eines Stabilitätsprogramms Spezifikationsabweichungen bei mehreren Chargen festgestellt. Da ein Risiko für Patienten bei systemischer Gabe nicht ausgeschlossen werden kann, wurde die intravenöse Anwendung untersagt.

Ja, die intravesikale Anwendung von Mitem 20 mg ist weiterhin zulässig. Nach Einschätzung der AkdÄ besteht bei dieser lokalen Applikationsform kein Risiko für die Patienten.

Die Einschränkung betrifft alle intravenösen Indikationen, darunter das kolorektale Karzinom, Mammakarzinom, Magenkarzinom, Bronchialkarzinom und Pankreaskarzinom. Die intravesikale Rezidivprophylaxe beim Harnblasenkarzinom ist nicht betroffen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Mitem® 20 mg (Mitomycin): Anwendungseinschränkung bei intravenöser Gabe. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.