Antihistaminika 1. Generation: Risiken im hohen Alter

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und des BfArM informiert über die Risiken von Antihistaminika der ersten Generation. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören unter anderem Doxylamin, Diphenhydramin und Dimenhydrinat.

Diese Substanzen sind ZNS-gängig und weisen ausgeprägte sedierende sowie anticholinerge Wirkungen auf. Sie werden hauptsächlich als Schlafmittel oder zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt.

Als Antiallergika spielen sie laut Information eine untergeordnete Rolle. Für diese Indikation stehen mit Antihistaminika der zweiten und dritten Generation besser verträgliche Alternativen zur Verfügung, die weniger zentralnervöse Nebenwirkungen verursachen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, bei Patienten über 65 Jahren die Indikation für frei verkäufliche Schlafmittel wie Doxylamin oder Diphenhydramin kritisch zu hinterfragen. Aufgrund der anticholinergen und sedierenden Eigenschaften besteht ein erhebliches Sturz- und Verwirrtheitsrisiko, weshalb die Anwendung auf maximal zwei Wochen begrenzt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Diese Wirkstoffe sind ZNS-gängig und haben stark sedierende sowie anticholinerge Effekte. Laut AkdÄ erhöhen sie bei älteren Menschen das Risiko für Stürze, Verwirrtheit und kognitive Einschränkungen.

Die Information empfiehlt eine möglichst kurzfristige Anwendung. Insbesondere beim Einsatz als Schlafmittel sollte die Einnahme in der Regel auf maximal zwei Wochen begrenzt werden.

Ein Sachverständigenausschuss hat empfohlen, Doxylamin und Diphenhydramin zur Behandlung von Schlafstörungen bei Patienten ab 65 Jahren der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Die finale Entscheidung darüber liegt beim Bundesministerium für Gesundheit.

Zur Behandlung von Allergien wird die Nutzung von Antihistaminika der zweiten und dritten Generation empfohlen. Diese sind weniger ZNS-gängig und verursachen dadurch deutlich weniger zentralnervöse Nebenwirkungen.

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Quelle: AkdÄ: Information des BfArM zu Antihistaminika der ersten Generation: Risikoaspekte bei älteren Menschen. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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