AkdÄ2021

Chargenrückruf Mononine: Rote-Hand-Brief AkdÄ

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Mononine® (Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen) wird zur Therapie und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie B (kongenitaler Faktor-IX-Mangel) angewendet.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informierte im Februar 2021 über einen Rote-Hand-Brief zu diesem Präparat. Es handelt sich um einen freiwilligen Produkt-Chargenrückruf durch den Zulassungsinhaber auf Ärzte- und Apothekenebene.

Als Grund für den Rückruf wird eine Vorsichtsmaßnahme angegeben. Laut Sicherheitsinformation konnte nicht sichergestellt werden, dass zu jeder Zeit eine adäquate Qualität beim Abfüllvorgang gegeben war.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Kernanweisungen für den Umgang mit den betroffenen Chargen:

Maßnahmen in Praxis und Apotheke

  • Die Weitergabe der betroffenen Chargen an Patienten soll umgehend eingestellt werden.

  • Noch vorrätige Packungen des Produktes sollen an das pharmazeutische Unternehmen zurückgesendet werden.

  • Für die Rücksendung wird auf den entsprechenden Dokumentationsbogen im Rote-Hand-Brief verwiesen.

Betroffene Chargen

Laut Sicherheitsinformation sind ausschließlich die folgenden Chargen von dem Rückruf betroffen:

Präparat und StärkeVerfallsdatumBetroffene Chargennummern
Mononine® 500 IE31.07.2021P100157493, P100221185
Mononine® 1000 IE30.04.2021P100117832, P100157497, P100198086

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass nicht in der Tabelle aufgeführte Chargen von dem Rückruf ausgeschlossen sind.

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💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, die Bestände von Mononine® 500 IE und 1000 IE umgehend auf die genannten Chargennummern zu prüfen. Die AkdÄ betont, dass die Weitergabe dieser spezifischen Chargen an Patienten sofort gestoppt werden muss, auch wenn es sich bei dem Rückruf lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt.

Häufig gestellte Fragen

Der Zulassungsinhaber ruft bestimmte Chargen als Vorsichtsmaßnahme freiwillig zurück. Laut AkdÄ konnte nicht sichergestellt werden, dass beim Abfüllvorgang durchgehend eine adäquate Qualität gegeben war.

Der Rote-Hand-Brief bezieht sich auf die Anwendungsstärken Mononine® 500 IE und Mononine® 1000 IE. Es sind jedoch nur spezifische Chargen mit Verfallsdatum im April und Juli 2021 betroffen.

Die AkdÄ weist darauf hin, dass noch vorrätige Packungen der betroffenen Chargen an das Unternehmen zurückgesendet werden sollen. Hierfür ist der Dokumentationsbogen aus dem Rote-Hand-Brief zu verwenden.

Nein, die Sicherheitsinformation stellt klar, dass nicht explizit aufgeführte Chargen von dem Rückruf ausgeschlossen sind. Die Weitergabe anderer Chargen ist weiterhin möglich.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Mononine® (Blutgerinnungsfaktor IX (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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