AkdÄ2019

Herpes zoster nach Shingrix: Warnung der AkdÄ

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Drug Safety Mail 2019-46 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Da es sich um eine kurze Sicherheitswarnung handelt, wurden allgemeine medizinische Kontextinformationen ergänzt.

Shingrix ist ein rekombinanter, adjuvantierter Impfstoff gegen Herpes zoster. Er ist zur Vorbeugung von Gürtelrose und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab 50 Jahren zugelassen.

Die aktuelle Meldung thematisiert Fallberichte aus dem Spontanmeldesystem, bei denen es nach der Impfung zu unerwünschten Hautreaktionen kam.

Empfehlungen

Die AkdÄ informiert über folgende sicherheitsrelevante Beobachtungen und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab:

Beobachtete Hautreaktionen

Laut den vorliegenden Fallberichten erkrankten Personen in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung an einem Herpes zoster. Es wurden ausgeprägte, teilweise bullöse Hautreaktionen gemeldet, die deutlich über die Injektionsstelle hinausgehen.

In einigen Fällen trat der Herpes zoster genau in dem Dermatom auf, in dem der Impfstoff appliziert wurde. Alternativ wurden Schmerzen in einem Dermatom berichtet, das bereits früher von einer Gürtelrose betroffen war.

Kausalität und Meldewesen

Ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der Impfung und den Hautveränderungen besteht, lässt sich laut AkdÄ derzeit nicht abschließend beurteilen.

Es wird darum gebeten, entsprechende Verdachtsfälle an die AkdÄ und gegebenenfalls namentlich an das zuständige Gesundheitsamt zu melden. Für die Bewertung der Berichte sind laut Meldung folgende Angaben essenziell:

  • Datum der Impfung und Applikationsstelle

  • Datum des Auftretens des Herpes zoster und betroffenes Dermatom

  • Angaben zu einem Herpes zoster in der Vorgeschichte

  • Chargenbezeichnung des Impfstoffs

Kontraindikationen

Laut Fachinformation wurde bei Personen mit einem Herpes zoster in der Vorgeschichte nach der Shingrix-Impfung eine höhere Rezidivrate gefunden, als bei ungeimpften Personen zu erwarten wäre.

Es wird daher empfohlen, bei dieser Personengruppe den Nutzen und die Risiken einer Impfung individuell abzuwägen.

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💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ betont die Wichtigkeit einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Shingrix-Impfung bei Personen mit einem Herpes zoster in der Vorgeschichte. Treten nach der Impfung bläschenbildende Hautreaktionen auf, wird eine detaillierte Meldung des Verdachtsfalls unter Angabe der Chargennummer und des betroffenen Dermatoms erbeten.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ gibt es Fallberichte über Herpes zoster in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung. Ein kausaler Zusammenhang ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Es liegen Berichte über ausgeprägte, teilweise bullöse Hautreaktionen vor. Diese gehen laut AkdÄ zum Teil deutlich über die Injektionsstelle hinaus.

Die Fachinformation weist auf eine erhöhte Rezidivrate nach der Impfung bei dieser Personengruppe hin. Es wird eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Impfung empfohlen.

Für eine fundierte Bewertung werden das Impfdatum, die Applikationsstelle, das Datum des Symptombeginns sowie das betroffene Dermatom benötigt. Zudem sind Angaben zur Zoster-Anamnese und die Chargenbezeichnung hilfreich.

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Quelle: AkdÄ: Fallberichte von Herpes zoster nach Shingrix®-Impfung. (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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