Alemtuzumab (Lemtrada): Indikation und Risiken bei MS

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Alemtuzumab (Lemtrada®) ist ein monoklonaler Antikörper, der in der krankheitsmodifizierenden Therapie der Multiplen Sklerose (MS) eingesetzt wird.

Die Drug Safety Mail 2019-60 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst eine Information des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zusammen. Diese basiert auf Empfehlungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Hintergrund der Mitteilung sind Berichte über seltene, aber schwerwiegende und teils tödliche Nebenwirkungen. Dazu zählen immunvermittelte Erkrankungen mit monatelanger Latenz sowie schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse und Schlaganfälle, die in engem zeitlichem Zusammenhang mit der Infusion stehen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Sicherheitsinformation warnt ausdrücklich vor dem zeitlich variablen Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen. Es wird darauf hingewiesen, dass schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse und Schlaganfälle bereits während oder wenige Tage nach der Infusion auftreten können, während immunvermittelte Erkrankungen eine Latenz von mehreren Monaten aufweisen können.

Häufig gestellte Fragen

Laut der AkdÄ-Information ist der Einsatz auf Erwachsene mit hochaktiver schubförmig-remittierender MS beschränkt, die auf mindestens eine vorherige krankheitsmodifizierende Therapie nicht ausreichend angesprochen haben. Zudem ist die Anwendung bei rasch fortschreitender schubförmiger MS möglich.

Die Sicherheitswarnung nennt seltene, aber potenziell tödliche Nebenwirkungen. Dazu gehören schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle sowie immunvermittelte Krankheiten, die auch mit monatelanger Latenz auftreten können.

Es wird empfohlen, die Behandlung in einem Krankenhaus durchzuführen. Dabei muss ein rascher Zugang zu intensivmedizinischer Versorgung und zu Spezialisten für das Management schwerer Nebenwirkungen gewährleistet sein.

Gemäß der Mitteilung darf das Medikament nicht bei Patienten mit bestimmten Herz-, Kreislauf- oder Blutungsstörungen angewendet werden. Ebenso stellen andere Autoimmunerkrankungen als MS eine Kontraindikation dar.

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Quelle: AkdÄ: Information des Paul-Ehrlich-Instituts zu Alemtuzumab (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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