AkdÄ2025

Lecanemab (Leqembi) MRT-Monitoring: Rote-Hand-Brief AkdÄ

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2025 informiert über wichtige Sicherheitsaktualisierungen zu Leqembi (Lecanemab). Das Dokument wurde in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht.

Lecanemab wird zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit eingesetzt. Dies umfasst erwachsene Personen mit klinisch diagnostizierter leichter kognitiver Störung (Mild Cognitive Impairment, MCI) und leichter Demenz bei bestätigter Amyloid-Pathologie.

Eine bekannte und potenziell schwerwiegende Nebenwirkung dieser Therapieform sind Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien (ARIA). Um diese frühzeitig zu erkennen, ist ein engmaschiges radiologisches Monitoring zwingend erforderlich.

Empfehlungen

Indikationseinschränkung

Laut Rote-Hand-Brief ist die Anwendung von Lecanemab auf eine spezifische genetische Subgruppe beschränkt. Die Therapie ist ausschließlich für Personen zugelassen, die Apolipoprotein E ε4 (ApoE ε4)-Nichtträger oder heterozygote ApoE ε4-Träger sind.

Aktualisiertes MRT-Monitoring

Das Dokument fordert eine Anpassung des bisherigen MRT-Überwachungsschemas. Hintergrund sind Berichte aus dem außereuropäischen Raum über ARIA-Fälle, die zu einem früheren Behandlungszeitpunkt auftraten.

Um asymptomatische ARIA früher zu erkennen und schwerwiegende oder tödliche Verläufe (ARIA-E) zu verhindern, wird folgendes Monitoring-Schema vorgegeben:

  • MRT vor Beginn der Behandlung

  • Neu: Zusätzliches MRT vor der 3. Infusion

  • MRT vor der 5. Infusion

  • MRT vor der 7. Infusion

  • MRT vor der 14. Infusion

Zeitlicher Ablauf der Bildgebung

Es wird konkretisiert, dass die empfohlenen MRT-Untersuchungen regelhaft etwa eine Woche vor der nächsten geplanten Verabreichung der Infusion stattfinden sollten. Zu diesem Zeitpunkt muss die Untersuchung nicht nur durchgeführt, sondern auch bereits befundet sein.

Dosierung

Das aktualisierte Schema zur MRT-Überwachung im Rahmen der Infusionstherapie stellt sich wie folgt dar:

Zeitpunkt der MRT-UntersuchungBemerkung
Vor BehandlungsbeginnBasisuntersuchung
Vor der 3. InfusionNeu hinzugefügt zur Früherkennung
Vor der 5. InfusionBisheriges Schema
Vor der 7. InfusionBisheriges Schema
Vor der 14. InfusionBisheriges Schema

Die Bildgebung und Befundung sollte jeweils circa eine Woche vor der geplanten Infusion abgeschlossen sein.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief definiert klare Einschränkungen für die Personenauswahl. Die Behandlung mit Lecanemab ist nicht für Personen vorgesehen, die homozygote Apolipoprotein E ε4 (ApoE ε4)-Träger sind. Die Anwendung beschränkt sich auf Nichtträger oder heterozygote Träger.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt für den klinischen Alltag ist die strikte zeitliche Planung der MRT-Kontrollen. Das Dokument betont, dass die MRT-Untersuchung inklusive der vollständigen Befundung bereits etwa eine Woche vor der jeweiligen Infusion vorliegen sollte. Dies gilt insbesondere für die neu eingeführte Kontrolle vor der 3. Gabe, um rechtzeitig über die sichere Fortführung der Therapie entscheiden zu können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief ist ein MRT vor Behandlungsbeginn sowie vor der 3., 5., 7. und 14. Infusion erforderlich. Die Untersuchung und Befundung sollte etwa eine Woche vor der geplanten Gabe erfolgen.

Das Dokument gibt an, dass außerhalb der EU Fälle von Amyloid-assoziierten Bildgebungsanomalien (ARIA) zu einem früheren Behandlungszeitpunkt beobachtet wurden. Das zusätzliche MRT dient der Früherkennung, um schwerwiegende oder tödliche Verläufe zu verhindern.

Die Therapie richtet sich an erwachsene Personen mit früher Alzheimer-Krankheit (MCI und leichte Demenz) und bestätigter Amyloid-Pathologie. Gemäß den Sicherheitsinformationen dürfen diese Personen keine homozygoten ApoE ε4-Träger sein.

ARIA steht für Amyloid-assoziierte Bildgebungsanomalien, welche eine bekannte Nebenwirkung von Antikörpern wie Lecanemab darstellen. Der Rote-Hand-Brief warnt insbesondere vor schwerwiegenden und tödlichen Verläufen (ARIA-E), die durch engmaschiges Monitoring verhindert werden sollen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Leqembi (Lecanemab) 100 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung: Aktualisierung der Magnetresonanztomographie (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien