AkdÄ2018

Secukinumab und CED-Risiko: AkdÄ-Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2018-18 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert das Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) unter der Therapie mit Secukinumab. Daten aus vorklinischen und klinischen Studien sowie Einzelfallberichte deuten auf einen Zusammenhang zwischen dem Anti-IL-17A-Antikörper und der Verschlechterung oder Erstmanifestation einer CED hin.

Aufgrund des ähnlichen Wirkmechanismus wird von einem Gruppeneffekt ausgegangen. Dieser betrifft laut AkdÄ wahrscheinlich auch andere Anti-IL-17A-Antikörper wie Ixekizumab und Brodalumab.

Es wird darauf hingewiesen, dass Menschen mit Psoriasis grundsätzlich ein erhöhtes Grundrisiko für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aufweisen. Das spezifische Risiko unter der Therapie wird basierend auf Daten zu Ixekizumab auf unter ein Prozent geschätzt.

Empfehlungen

Aufklärung und Screening

Vor dem Beginn einer Therapie mit Anti-IL-17A-Antikörpern wird eine gezielte Aufklärung über das CED-Risiko empfohlen. Laut AkdÄ ist eine strukturierte Anamnese bezüglich typischer Symptome wie chronisch-rezidivierender Bauchschmerzen und Durchfälle erforderlich.

Besteht der Verdacht auf eine bislang nicht diagnostizierte chronisch-entzündliche Darmerkrankung, wird eine entsprechende fachärztliche Diagnostik vor dem Therapiestart empfohlen.

Therapiemanagement bei vorbestehender CED

Bei einer bereits bekannten chronisch-entzündlichen Darmerkrankung rät die Publikation zu besonderer Vorsicht. Die Einleitung einer Therapie mit Anti-IL-17A-Antikörpern sollte in diesen Fällen nur erfolgen:

  • Nach einer strengen, individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung

  • Unter engmaschiger klinischer Überwachung des gastrointestinalen Befundes

Vorgehen bei Symptomauftreten

Treten unter einer laufenden Behandlung mit Secukinumab oder verwandten Wirkstoffen verdächtige gastrointestinale Symptome auf, wird eine rasche diagnostische Abklärung empfohlen. Zudem ruft die AkdÄ dazu auf, entsprechende Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen an die Kommission zu melden.

Kontraindikationen

Die AkdÄ weist auf spezifische Risiken und Kontraindikationen innerhalb der Wirkstoffgruppe der Anti-IL-17A-Antikörper hin.

WirkstoffHandelsnameBesonderheit bezüglich CED
SecukinumabCosentyxBerichte über Induktion/Demaskierung von CED
IxekizumabTaltzRisiko für CED wird auf unter 1 % geschätzt
BrodalumabKyntheumBei aktivem Morbus Crohn explizit kontraindiziert

Laut Fachinformation darf Brodalumab bei einem aktiven Morbus Crohn nicht eingesetzt werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt für den klinischen Alltag ist die proaktive Anamnese vor dem Start einer Biologika-Therapie mit Anti-IL-17A-Antikörpern. Es wird empfohlen, Psoriasis-Erkrankte gezielt nach chronisch-rezidivierenden Bauchschmerzen und Durchfällen zu fragen, da diese Patientengruppe ohnehin ein erhöhtes Grundrisiko für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aufweist.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ gibt es Hinweise auf eine Induktion oder Demaskierung von CED unter Secukinumab. Basierend auf Daten zu dem verwandten Wirkstoff Ixekizumab wird das Risiko auf unter ein Prozent geschätzt.

Die Publikation geht von einem Gruppeneffekt der Anti-IL-17A-Antikörper aus. Das Risiko betrifft demnach wahrscheinlich auch die Wirkstoffe Ixekizumab und Brodalumab.

Die AkdÄ weist darauf hin, dass Brodalumab bei einem aktiven Morbus Crohn laut Fachinformation explizit kontraindiziert ist. Bei anderen Anti-IL-17A-Antikörpern wird bei vorbestehender CED eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen.

Es wird empfohlen, bei neu auftretenden Symptomen wie rezidivierenden Bauchschmerzen oder Durchfällen rasch eine entsprechende Diagnostik einzuleiten. Zudem bittet die AkdÄ um die Meldung solcher Verdachtsfälle als unerwünschte Arzneimittelwirkung.

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Quelle: AkdÄ: „Aus der UAW-Datenbank“: Induktion und/oder (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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