Elmiron (Pentosanpolysulfat): Makulopathie-Risiko | AkdÄ
Hintergrund
Das Medikament Pentosanpolysulfat-Natrium (Elmiron®) ist zur Behandlung von chronischen Blasenschmerzen bei Erwachsenen zugelassen. Die Indikation umfasst mittelstarke bis starke Schmerzen sowie Harndrang und Miktionshäufigkeit, die durch Glomerulationen oder Hunner-Läsionen charakterisiert sind.
Die Drug Safety Mail 2019-42 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zu diesem Wirkstoff zusammen. Hintergrund sind seltene Berichte über das Auftreten einer pigmentären Makulopathie unter der Therapie.
Laut AkdÄ handelt es sich dabei um eine spezifische Form der Netzhauterkrankung, die bislang ausschließlich im Zusammenhang mit Pentosanpolysulfat-Natrium beobachtet wurde. Die Fälle traten vor allem nach einer Langzeitanwendung des Medikaments auf.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief der AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Überwachung und Patientenedukation:
Augenärztliches Monitoring
Zur Früherkennung der pigmentären Makulopathie wird eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung während der gesamten Behandlungsdauer mit Pentosanpolysulfat-Natrium empfohlen.
Es ist laut AkdÄ derzeit nicht bekannt, ob ein Absetzen des Medikaments den Verlauf der Netzhauterkrankung stoppen oder verändern kann. Dennoch wird die frühzeitige Diagnose als essenziell erachtet.
Patientenaufklärung und Symptome
Es wird angeraten, Patienten über mögliche Sehstörungen aufzuklären. Betroffene sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn sie folgende Veränderungen des Sehens bemerken:
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Leseschwierigkeiten
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Langsame Adaption an schlechte Lichtverhältnisse
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Langsame Adaption an reduzierte Lichtverhältnisse
Kontraindikationen
Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko einer pigmentären Makulopathie, die insbesondere nach Langzeitanwendung von Pentosanpolysulfat-Natrium (Elmiron®) auftreten kann.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Aspekt für die Praxis ist die proaktive Aufklärung der Patienten über schleichende Sehstörungen wie eine verlangsamte Dunkeladaption oder Leseschwierigkeiten. Da die pigmentäre Makulopathie vor allem bei Langzeitanwendung auftritt, wird empfohlen, regelmäßige augenärztliche Kontrollen fest in den Behandlungsplan von Patienten mit chronischen Blasenschmerzen unter Pentosanpolysulfat-Natrium zu integrieren.
Häufig gestellte Fragen
Der Rote-Hand-Brief der AkdÄ warnt vor seltenen Fällen einer spezifischen pigmentären Makulopathie. Diese Netzhauterkrankung wurde vor allem nach Langzeitanwendung von Pentosanpolysulfat-Natrium beobachtet.
Laut AkdÄ sollten Patienten auf Veränderungen des Sehens wie Leseschwierigkeiten achten. Auch eine langsame Adaption an schlechte oder reduzierte Lichtverhältnisse gilt als Warnsignal.
Es ist laut Rote-Hand-Brief derzeit nicht bekannt, ob das Absetzen des Medikamentes den Verlauf der Netzhauterkrankung stoppt oder verändert. Dennoch wird zur Früherkennung eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung empfohlen.
Das Medikament ist zur Behandlung von chronischen Blasenschmerzen bei Erwachsenen zugelassen. Dies betrifft Patienten mit mittelstarken bis starken Schmerzen, Harndrang und Miktionshäufigkeit, die durch Glomerulationen oder Hunner-Läsionen charakterisiert sind.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Elmiron® (Pentosanpolysulfat-Natrium): Risiko von pigmentärer Makulopathie. (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.