Candesartan-comp PUREN: Rückruf und Rote-Hand-Brief
Hintergrund
Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2019 informiert über einen Rote-Hand-Brief zum Präparat Candesartan-comp PUREN. Diese Zusammenfassung basiert auf der offiziellen Sicherheitswarnung.
Candesartan in Kombination mit Hydrochlorothiazid (HCT) wird standardmäßig zur Behandlung der essenziellen Hypertonie eingesetzt. Eine exakte Dosierung beider Wirkstoffe ist für eine sichere Blutdruckeinstellung unerlässlich.
Grund für die Sicherheitswarnung ist ein Deklarationsfehler auf der äußeren Verpackung bestimmter Chargen. Dies kann zu einer unbeabsichtigten Überdosierung der diuretischen Komponente führen.
💡Praxis-Tipp
Bei unerklärlichen Hypotonien oder Exsikkosen unter einer vermeintlich niedrig dosierten Candesartan/HCT-Therapie (32/12,5 mg) wird empfohlen, die Medikamentenpackung auf die betroffene Charge JDSB18014-A zu überprüfen. Der Rote-Hand-Brief betont, dass die fehlerhafte Deklaration auf der Faltschachtel zu einer unbemerkten Verdopplung der Diuretikum-Dosis führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut der Sicherheitswarnung der AkdÄ ist die Charge JDSB18014-A vom Rückruf betroffen. Dies betrifft die Stärken 32 mg/25 mg sowie 32 mg/12,5 mg.
Der Grund für den Rückruf ist ein Druckfehler auf einzelnen Faltschachteln. Es wird fälschlicherweise eine Hydrochlorothiazid-Stärke von 12,5 mg anstelle der tatsächlich enthaltenen 25 mg angegeben.
Die Meldung warnt davor, dass die Einnahme von 25 mg statt 12,5 mg Hydrochlorothiazid zu einer verstärkten Diurese führen kann. Zudem kann das Risiko einer übermäßigen Blutdrucksenkung nicht ausgeschlossen werden.
Es wird darum gebeten, alle Personen zu informieren, denen seit dem 27.11.2018 das Kombinationspräparat Candesartan/HCT in der Dosierung 32 mg/12,5 mg verordnet wurde. Diese sollen betroffene Packungen in die Apotheke zurückbringen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Candesartan-comp PUREN 32 mg/25 mg (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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