ACE-Hemmer: Lungenkrebsrisiko und Kausalzusammenhang
Hintergrund
Die vorliegende Sicherheitsbewertung des Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC), auf die sich die AkdÄ bezieht, untersucht einen möglichen Kausalzusammenhang zwischen der Einnahme von ACE-Hemmern und der Entstehung von Lungenkrebs. Auslöser war eine populationsbasierte Kohortenstudie, die ein erhöhtes Risiko suggerierte.
ACE-Hemmer wie Ramipril, Enalapril oder Lisinopril werden weltweit millionenfach zur Behandlung von arterieller Hypertonie, Herzinsuffizienz und diabetischen Nierenkomplikationen eingesetzt. Aufgrund der hohen Verordnungszahlen ist die Überprüfung potenzieller Langzeitrisiken von hoher klinischer Relevanz.
Nach einer umfassenden Analyse der verfügbaren Datenlage wurde das Signal eines erhöhten Malignomrisikos durch das europäische Komitee detailliert bewertet. Dabei wurden auch methodische Limitationen der zugrundeliegenden Beobachtungsstudien berücksichtigt.
💡Praxis-Tipp
Da laut der Sicherheitsbewertung keine ausreichende Evidenz für ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch ACE-Hemmer vorliegt, ist ein prophylaktischer Wechsel auf andere Antihypertensiva aus diesem Grund nicht indiziert. Es wird empfohlen, die etablierte Therapie bei entsprechender Indikation unverändert fortzuführen.
Häufig gestellte Fragen
Laut der aktuellen Sicherheitsbewertung gibt es keine ausreichende Evidenz für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen ACE-Hemmern und Lungenkrebs. Die beobachteten Signale in einigen Studien lassen sich möglicherweise durch methodische Verzerrungen erklären.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass aktuell keine regulatorischen Maßnahmen oder Änderungen der Fachinformationen erforderlich sind. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der ACE-Hemmer bleibt unverändert positiv.
Die Überprüfung umfasste alle gängigen ACE-Hemmer. Explizit genannt werden unter anderem Ramipril, Enalapril, Lisinopril, Captopril, Perindopril und Zofenopril.
Es wird darauf hingewiesen, dass die aktuelle Datenlage keinen Kausalzusammenhang mit Lungenkrebs belegt. Eine Umstellung der medikamentösen Therapie aus Sorge vor Malignomen wird durch die vorliegende Evidenz nicht gestützt.
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Quelle: AkdÄ: ACE-Hemmer und Lungenkrebs: Kausalzusammenhang nach (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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