Rituximab: Immundefekte, Monitoring und Substitution
Hintergrund
Der monoklonale Antikörper Rituximab wird zur Behandlung verschiedener maligner hämatologischer Erkrankungen eingesetzt. Weitere Indikationen umfassen die rheumatoide Arthritis, die Granulomatose mit Polyangiitis und die mikroskopische Polyangiitis.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt in einer Drug Safety Mail vor schweren Komplikationen. Zwei Fallberichte zeigen, dass während und auch lange nach der Behandlung mit Rituximab schwere Immundefekte auftreten können.
Diese äußern sich durch eine protrahierte Depletion der B-Lymphozyten und/oder eine Hypogammaglobulinämie. Diese Immundefekte können den Ausgangspunkt für schwerste Infektionen bilden.
💡Praxis-Tipp
Bei Verdacht auf eine Virusinfektion nach einer Rituximab-Therapie kann die klassische Antikörperdiagnostik falsch-negativ ausfallen. Die AkdÄ rät in diesen Fällen dazu, frühzeitig einen direkten Erregernachweis mittels PCR durchzuführen.
Häufig gestellte Fragen
Die AkdÄ empfiehlt, während der Behandlung regelmäßig die Lymphozytenzahl und die Konzentration der Immunglobuline zu kontrollieren. Bei auffälligen Befunden sollte diese Überwachung auch nach Therapieende fortgeführt werden.
Laut den Berichten der AkdÄ können schwere Immundefekte mit B-Zell-Depletion und Hypogammaglobulinämie auch lange Zeit nach Beendigung der Rituximab-Therapie persistieren.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Nachweis virusspezifischer Immunglobuline fehlen kann. Daher sollte laut AkdÄ frühzeitig ein direkter Virusnachweis mittels PCR erwogen werden.
Bei einer schweren Hypogammaglobulinämie empfiehlt die AkdÄ eine frühzeitige Substitutionsbehandlung mit Immunglobulinen, um schwerste Infektionen zu verhindern.
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Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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