Nivolumab: Agranulozytose-Risiko und Therapieempfehlung
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2017. Das Dokument thematisiert ein neu identifiziertes Risikosignal bezüglich einer potenziell lebensbedrohlichen unerwünschten Arzneimittelwirkung.
Im Fokus steht der Wirkstoff Nivolumab, ein monoklonaler Antikörper aus der Gruppe der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war das Medikament für die Behandlung von Patienten in fortgeschrittenen Stadien verschiedener onkologischer Erkrankungen zugelassen.
Zu den genannten Indikationen zählen das maligne Melanom, das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom, das Nierenzellkarzinom sowie das klassische Hodgkin-Lymphom.
💡Praxis-Tipp
Bei Patienten unter Therapie mit dem Checkpoint-Inhibitor Nivolumab wird empfohlen, auf klinische Anzeichen einer Agranulozytose oder eines neutropenen Fiebers zu achten. Da es sich um ein potenzielles Risikosignal handelt, betont die AkdÄ die Wichtigkeit, auch reine Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen an die entsprechenden Stellen zu melden.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ gibt es Hinweise darauf, dass die Therapie mit Nivolumab eine Agranulozytose mit neutropenem Fieber auslösen kann.
Gemäß der Publikation aus 2017 ist der Antikörper für fortgeschrittene Stadien des malignen Melanoms, des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms, des Nierenzellkarzinoms und des klassischen Hodgkin-Lymphoms zugelassen.
Nivolumab ist ein monoklonaler Antikörper. Er wird der Gruppe der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren zugeordnet.
Die AkdÄ ruft dazu auf, unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Medikationsfehler konsequent zu melden. Dies schließt ausdrücklich auch reine Verdachtsfälle mit ein.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC.
AkdÄ: Information von BfArM und PEI: Betroffene oder ihre
AkdÄ: Niederländische Empfehlungen zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln bei Leberzirrhose.
AkdÄ: Leitfaden der AkdÄ zum Melden von Nebenwirkungen erschienen.
AkdÄ: Umfrage des Paul-Ehrlich-Instituts zur Verfügbarkeit von Grippeimpfstoffen.
AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Haldol® (Tabletten, Tropfen zum
AkdÄ: Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom
AkdÄ: Bedarfsgerechte Verordnung von Arzneimitteln – Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit.
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen