Radium-223 (Xofigo) & Abirateron: Kontraindikation
Hintergrund
Das Radiotherapeutikum Radium-223-dichlorid (Xofigo®) ist für die Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms mit symptomatischen Knochenmetastasen zugelassen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informieren über ein europäisches Bewertungsverfahren. Hintergrund ist eine laufende klinische Studie, die ein erhöhtes Risiko für Todesfälle und Knochenbrüche unter einer spezifischen Kombinationstherapie zeigte.
In der betroffenen Studie wird Radium-223 mit Placebo verglichen. Beide Studienarme erhalten zusätzlich Abirateronacetat und Prednison beziehungsweise Prednisolon.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ warnt eindringlich vor der Kombination von Radium-223 mit Abirateronacetat und Prednison oder Prednisolon beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom. Es wird empfohlen, bestehende Therapieschemata auf diese Wirkstoffkombination hin zu kontrollieren. Hintergrund ist eine in Studien beobachtete signifikante Erhöhung der Mortalität und der Frakturrate.
Häufig gestellte Fragen
Eine vorläufige Studienanalyse zeigte unter der Kombination von Radium-223, Abirateronacetat und Prednison/Prednisolon eine erhöhte Todesrate von 27 % im Vergleich zu 20 % unter Placebo. Zudem traten laut AkdÄ vermehrt Knochenbrüche auf (24 % vs. 7 %).
Das Radiotherapeutikum Radium-223-dichlorid ist für die Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms zugelassen. Es wird laut Fachinformation bei Personen eingesetzt, die symptomatische Knochenmetastasen aufweisen.
Der Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC) der EMA analysiert derzeit die Gesamtergebnisse der Studie. Bis zum Abschluss dieser Bewertung sollte die Kombination aus Radium-223, Abirateronacetat und Prednison/Prednisolon gemäß AkdÄ nicht angewendet werden.
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Quelle: AkdÄ: Information des BfArM zu Xofigo® (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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