AkdÄ2017

Clexane (Enoxaparin): AkdÄ-Update zur Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informierte 2017 in Abstimmung mit dem BfArM und der EMA über eine Aktualisierung der Produktinformation für Enoxaparin-Natrium (Clexane). Ziel dieser Anpassung war die Harmonisierung der Produktinformationen innerhalb der Europäischen Union.

Eine wesentliche Neuerung betrifft die Deklaration der Wirkstärke. Diese wird nun sowohl in internationalen Einheiten (I.E.) der Anti-Xa-Aktivität als auch in Milligramm (mg) angegeben. Dabei entspricht 1 mg Enoxaparin-Natrium genau 100 I.E. Anti-Xa-Aktivität.

Empfehlungen

Der Informationsbrief der AkdÄ formuliert folgende Kernpunkte zur Anwendung von Enoxaparin:

Deklaration der Wirkstärke

Laut AkdÄ wird die Stärke von Enoxaparin-Natrium standardisiert in I.E. und mg angegeben. Es gilt die feste Umrechnung: 1 mg entspricht 100 I.E. Anti-Xa-Aktivität.

Therapie von venösen Thromboembolien

Für die Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) wurden die Dosierungsschemata erweitert. Die Auswahl des Regimes richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil des Patienten für ein Rezidiv.

Anwendung bei Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz gelten laut AkdÄ strenge Einschränkungen. Die Anwendung wird in dieser Patientengruppe ausschließlich zur Prävention einer Thrombusbildung während der Hämodialyse empfohlen.

Dosierung

Die AkdÄ gibt folgende erweiterte Dosierungsempfehlungen für die subkutane Injektion von Enoxaparin-Natrium bei tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) an:

PatientengruppeDosierungApplikationshäufigkeit
Unkomplizierte Patienten mit niedrigem VTE-Rezidivrisiko150 I.E./kg (1,5 mg/kg) Körpergewicht1x täglich
Patienten mit Adipositas, symptomatischer LE, Tumorerkrankung, rezidivierender VTE oder proximaler Thrombose100 I.E./kg (1 mg/kg) Körpergewicht2x täglich

Kontraindikationen

Bei terminaler Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance von unter 15 ml/min wird die Anwendung von Enoxaparin-Natrium laut AkdÄ nicht für die reguläre Therapie oder Prophylaxe empfohlen. In diesen Fällen ist der Einsatz ausschließlich auf die Prävention einer Thrombusbildung während der Hämodialyse beschränkt.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass die Dosierung von Enoxaparin bei TVT und Lungenembolie nicht pauschal erfolgt, sondern risikoadaptiert gewählt werden muss. Bei Vorliegen von Risikofaktoren wie Adipositas, Tumorerkrankungen oder einer symptomatischen Lungenembolie wird ausdrücklich das zweimal tägliche Dosierungsschema (1 mg/kg) empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ entspricht 1 mg Enoxaparin-Natrium genau 100 I.E. der Anti-Xa-Aktivität. Die Produktinformationen geben die Stärke nun standardisiert in beiden Einheiten an.

Bei unkomplizierten Patienten mit einem niedrigen Risiko für ein VTE-Rezidiv wird eine einmal tägliche subkutane Gabe von 150 I.E./kg (1,5 mg/kg) Körpergewicht empfohlen.

Bei Patienten mit Tumorerkrankungen, Adipositas oder symptomatischer Lungenembolie wird ein intensiviertes Schema empfohlen. Der Informationsbrief rät hier zu einer zweimal täglichen Gabe von 100 I.E./kg (1 mg/kg) Körpergewicht.

Bei einer Kreatinin-Clearance unter 15 ml/min wird die Anwendung stark eingeschränkt. Der Einsatz wird in diesem Fall nur zur Prävention einer Thrombusbildung während der Hämodialyse empfohlen.

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Quelle: AkdÄ: Informationsbrief zu Clexane® (Enoxaparin-Natrium) (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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