AkdÄ2020

Lenograstim: Neue Risiken laut AkdÄ Drug Safety Mail

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2020-65 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über wichtige Änderungen in der Produktinformation von Lenograstim-haltigen Arzneimitteln. Diese Anpassungen basieren auf den Empfehlungen des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA).

Lenograstim wird primär zur Verkürzung der Dauer von Neutropenien eingesetzt. Dies betrifft insbesondere Patienten mit nicht-myeloischen malignen Erkrankungen nach einer myeloablativen Therapie mit anschließender Knochenmarktransplantation sowie Patienten unter zytotoxischer Chemotherapie mit einer erhöhten Inzidenz an neutropenischem Fieber.

Zudem findet der Wirkstoff Anwendung bei der Mobilisierung von Blutstammzellen in das periphere Blut. Diese Indikation umfasst sowohl die Behandlung von Patienten als auch die Vorbereitung von gesunden Spendern.

Empfehlungen

Die AkdÄ weist auf die Aufnahme neuer Risiken und Nebenwirkungen in die Produktinformation von Lenograstim hin. Es werden spezifische Überwachungsmaßnahmen für behandelte Patienten und Spender empfohlen.

Neue Risiken und Nebenwirkungen

Folgende unerwünschte Wirkungen und deren Häufigkeiten wurden basierend auf EMA-Empfehlungen neu in die Fachinformation aufgenommen:

NebenwirkungHäufigkeit
Schmerzen des Muskel- und SkelettsystemsSehr häufig
GlomerulonephritisNicht abschätzbar
Venöse und arterielle thromboembolische EreignisseNicht bekannt
Erhöhtes C-reaktives Protein (CRP)Nicht bekannt

Empfohlene Überwachungsmaßnahmen

Um die Patientensicherheit zu gewährleisten, werden laut AkdÄ folgende klinische Kontrollen empfohlen:

  • Bei der Anwendung von Lenograstim wird eine regelmäßige Überwachung des Urinstatus empfohlen, um eine mögliche Glomerulonephritis frühzeitig zu erkennen.

  • Personen mit bekannten Risikofaktoren für Thrombosen sollten engmaschig hinsichtlich venöser und arterieller thromboembolischer Ereignisse überwacht werden.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Lenograstim wird empfohlen, den Urinstatus der Patienten regelmäßig zu kontrollieren, da das Risiko einer Glomerulonephritis besteht. Zudem wird angeraten, bei Patienten mit vorbestehenden Thromboserisikofaktoren besonders auf klinische Zeichen von venösen oder arteriellen thromboembolischen Ereignissen zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Lenograstim wird zur Verkürzung von Neutropenien nach myeloablativer Therapie oder zytotoxischer Chemotherapie eingesetzt. Zudem wird es zur Mobilisierung von Blutstammzellen bei Patienten und gesunden Spendern verwendet.

Laut AkdÄ wurden Glomerulonephritis, venöse und arterielle thromboembolische Ereignisse, Muskel- und Skelettschmerzen sowie ein erhöhtes CRP neu in die Produktinformation aufgenommen.

Es wird eine regelmäßige Überwachung des Urinstatus empfohlen, um eine Glomerulonephritis zu erkennen. Bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren wird zudem eine Überwachung hinsichtlich thromboembolischer Ereignisse angeraten.

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Quelle: AkdÄ: Änderung der Produktinformation von Lenograstim-haltigen Arzneimitteln. (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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