DRESS-Syndrom, Anaphylaxie, Nekrosen: Nebenwirkungen
Hintergrund
Die Drug Safety Mail 2021-25 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über aktuelle Empfehlungen des Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC). Diese basieren auf neu bewerteten Sicherheitssignalen aus der Pharmakovigilanz.
Im Fokus stehen Anpassungen der Fach- und Gebrauchsinformationen für verschiedene Wirkstoffe. Dazu gehören die Interleukin-Inhibitoren Anakinra und Canakinumab, der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca sowie das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab emtansine.
Die Aktualisierungen umfassen neu identifizierte, potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen wie schwere Hautreaktionen, Anaphylaxien und Gewebsnekrosen. Es wird eine entsprechende Aufklärung der betroffenen Patientengruppen empfohlen.
💡Praxis-Tipp
Ein besonderes Augenmerk sollte auf die verzögerte Toxizität von Trastuzumab emtansine bei Paravasaten gelegt werden. Die Mitteilung warnt, dass Gewebsnekrosen und schwere epidermale Schäden oft erst Tage bis Wochen nach der eigentlichen Extravasation sichtbar werden. Es wird daher eine engmaschige und langfristige Nachbeobachtung betroffener Patienten empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ kann es selten zum lebensbedrohlichen DRESS-Syndrom kommen. Dies äußert sich durch einen atypischen Hautausschlag in Verbindung mit Fieber und vergrößerten Lymphknoten.
Das DRESS-Syndrom wurde unter Anakinra und Canakinumab vorwiegend bei Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (sJIA) beobachtet.
Die Gewebeschäden und Nekrosen können stark verzögert auftreten. Laut PRAC-Empfehlung werden diese oft erst Tage bis Wochen nach der fehlerhaften Infusion sichtbar.
Nein, das Dokument hält fest, dass derzeit keine spezifische Behandlung für eine Extravasation von Trastuzumab emtansine bekannt ist. Es wird ein sofortiger Infusionsabbruch und eine symptomatische Beobachtung empfohlen.
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Quelle: AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC. (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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